Schuldspruch

Zürcher Bezirksgericht verurteilt Zuhälter zu 7,5 Jahren Freiheitstrafe

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von elf Jahren gefordert.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von elf Jahren gefordert.

Siebeneinhalb Jahre Freiheitsstrafe für einen Zuhälter aus Ungarn: Das Bezirksgericht Zürich hat den 35-Jährigen wegen Menschenhandels, Förderung der Prostitution, mehrfacher Körperverletzung sowie räuberischer Erpressung schuldig gesprochen.

Der weitgehend nicht geständige Zuhälter muss ausserdem mehreren Frauen Schadenersatz und Genugtuung bezahlen. Einem Hauptopfer wurde neben einem Schadenersatz von über 21'000 Franken ein Schmerzensgeld von 20'000 Franken zugesprochen.

Der Zuhälter hatte zwischen 2008 und Juni 2010 mehrere Frauen aus Ungarn in die Schweiz gebracht und am Zürcher Sihlquai sowie an der Langstrasse in die Prostitution eingeführt. Das Gericht sah in einem Fall Menschenhandel als erwiesen an. Bei zwei weiteren Frauen ging es von Förderung der Prostitution aus. Zudem soll der Verurteilte einen Konkurrenten erpresst haben.

Die Anklage hatte dem 35-Jährigen unter anderem auch vorgeworfen, er habe eine Frau so stark gewürgt, dass er sie in Lebensgefahr gebracht habe. Dies sah das Gericht als nicht erwiesen an.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von elf Jahren gefordert. Die Verteidigung wollte mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren die sofortige Haftentlassung ihres Klienten erreichen. Er hat 1177 Tage der Strafe bereits abgesessen.

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