Die Landwirte hätten die meisten Tiere bereits eingestallt, heisst es in einer Mitteilung des ZBV vom Freitag. Wegen des deutlich geringeren Futterwachstums und dürren Weiden müssen bereits jetzt die Vorräte für den Winter an die Tiere verfüttert werden.

«Für den kommenden Winter wird massiv Raufutter - zum Beispiel Heu - fehlen, welches kaum mehr beschafft werden kann.» Es gelte nun rechtzeitig die Weichen zu stellen und den innerlandwirtschaftlich noch vorhandenen Spielraum zu nutzen, schreibt der ZBV.

Der Verband appelliert an die «Solidarität innerhalb der Landwirtschaft» und schaltet deshalb im Internet eine Futtermittelbörse auf. «Es gilt Anbieter von Raufutter, Stroh, Mais oder Weideplätzen und die entsprechenden Nachfrager unbürokratisch und diskret zusammenzubringen.»

Nicht nur Betriebe mit Vieh seien von der anhaltenden Trockenheit betroffen, hält der ZBV fest. Wegen des fehlenden Wassers müssten grosse Ernteverluste hingenommen werden. «Ackerkulturen wie Zuckerrüben, Kartoffeln oder auch Körnermais verkümmern, was nicht nur für die Landwirte, sondern vor allem auch für die Lebensmittelindustrie negative Folgen haben wird.»