Zürich
Zu wenig Besuch: Stadt Zürich schliesst 12 Stimmlokale

Die Stadt Zürich schliesst auf den kommenden Urnengang vom 9. Juni zwölf Stimmlokale. Einige Standorte werden zudem an geeignetere Stellen verschoben, damit sie bessere Besucherzahlen erreichen. Die Stadt spart damit 16000 Franken.

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Stimmlokale werden immer weniger genutzt, nun schliesst die Stadt deren 12.

Stimmlokale werden immer weniger genutzt, nun schliesst die Stadt deren 12.

Keystone

Nicht alle Stimmlokale in der Stadt Zürich sind gut besucht. Bei einigen tauchen jeweils nur wenige Stimmberechtigte auf, um ihr Couvert einzuwerfen. Aus diesem Grund habe man die bisherigen 62 Standorte überprüft und sich entschieden, 15 zu schliessen und dafür drei an einem anderen Ort neu zu eröffnen.

In einigen werden zudem die Öffnungszeiten geändert, so etwa am Hauptbahnhof, wo am Samstagabend länger abgestimmt werden kann. Pro Kreis gibt es nach wie vor mindestens vier Stimmlokale, die so gleichmässig wie möglich über das Stadtgebiet verteilt sind.

Stadt spart 16'000 Franken

Mit der Schliessung unbeliebter Lokale spart die Stadt nicht zuletzt Kosten: In den Stimmlokalen halten jeweils drei Personen zwei Stunden lang die Stellung. Bei vier Urnengängen pro Jahr spart die Stadt pro geschlossenem Stimmlokal 1300 Franken. Insgesamt kann die Stadt durch die Schliessung der 12 Lokale 16'000 Franken sparen.

Grund für den Entscheid, die schlecht frequentierten Lokale zu schliessen, sei aber nicht das Sparen gewesen, betonte Beat Gähwiler, Leiter Abstimmungen und Wahlen, auf Anfrage der sda. Nach wie vor habe Zürich landesweit die beste Abdeckung mit Stimmlokalen. Zudem würden heute schon durchschnittlich 80 Prozent der Stimmberechtigten von der brieflichen Stimmabgabe Gebrauch machen.