Zürich
Zu weit auseinander: Die Wirksamkeit der Betonpoller am Hauptbahnhof ist umstritten

Die Betonpoller am Zürcher Hauptbahnhof sollen vor Amokfahrten in der Querhalle schützen. Passanten sind sich jedoch uneinig, wie wirksam und sinnvoll die Massnahme tatsächlich ist.

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Viele Passanten sind der Ansicht, dass die Betonelemente am Hauptbahnhof falsch ausgerichtet und darum nutzlos seien.

Viele Passanten sind der Ansicht, dass die Betonelemente am Hauptbahnhof falsch ausgerichtet und darum nutzlos seien.

Keystone

Seit Anfang Dezember stehen am Zürcher Hauptbahnhof rund zehn Betonelemente. Diese stellte die Kantonspolizei zum Schutz der Querhalle mit der grossen Anzeigetafel auf. Wie "20 Minuten" berichtet, empfinden viele Passanten die Massnahme jedoch als nutzlos.

Die Poller schützten demnach nicht vor Amokfahrten, da zwischen den Blöcken weiterhin genügend Platz sei, dass Lastwagen problemlos in den Bahnhof hineinfahren können. Die Elemente wären zudem wirksamer, wenn man sie zusammenhängend und in Längsrichtung installiert hätte, anstatt einzeln und als frontaler Block. Gemäss der Pendlerzeitung betonen jedoch andere auch den symbolischen Wert der Massnahme. Man fühle sich dadurch am Christkindlimarkt, der zurzeit in der Bahnhofshalle stattfindet, sicherer.

Die Kantonspolizei Zürich betont indes, dass die Betonelemente zur klaren Trennung von Strassen- und Passantenraum beitragen. Sie seien daher sinnvoll und wirksam. Ausserdem habe man die Blöcke so installiert, dass die Passagierströme möglichst nicht beeinflusst werden. Zu weiteren Details äussere sich die Kapo allerdings nicht.