"Saldo"-Check
Zu viele Bakterien im Glace: Drei Zürcher Gelaterie fallen beim Test durch

Das Konsumentenmagazin «Saldo» hat Vanilleglace in 30 Gelaterie der Schweiz und im deutschen Konstanz auf Enterobakterien untersuchen lassen. Die Resultate in Zürich sind wenig appetitlich.

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Bei sommerlichen Temperaturen sehr beliebt: Glace aus einer Gelateria. (Symbolbild)

Bei sommerlichen Temperaturen sehr beliebt: Glace aus einer Gelateria. (Symbolbild)

Matthias Scharrer

«Saldo» hat offen verkaufte Vanilleglace aus 30 Gelaterie in neun Schweizer Städten und Konstanz (D) auf Bakterien untersuchen lassen. Das Resultat ist wenig erfreulich.

So haben Untersuchungen ergeben, dass fünf der 30 Testkäufe den deutschen Richtwert von 50 Enterobakterien pro Gramm überschritten haben, schreibt der «Tages Anzeiger». Nebst dem Eiscafé Nicoletti in Konstanz (D) und dem Coffee Lounge Zentrum in Kreuzlingen (TG), befinden sich auch drei Zürcher Gelaterie unter den belasteten Glaces:

  • Dieci Gelateria & Take-­away Niederdorf, Zürich (90 KBE/g)
  • Gelateria di Berna, Zürich (210 KBE/g)
  • Konditorei Caredda, Zürich (340 KBE/g)

Laut der Schweizer Hygieneverordnung sollte Speiseeis nicht mehr als 100 koloniebildende Einheiten (KBE) pro Gramm aufweisen. «Saldo» hat sich demnach an den strengeren Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene Mikrobiologie orientiert, bei denen nur 50 KBE/g erlaubt sind, schreibt der «Tages Anzeiger».

Laut der Tageszeitung habe die Gelateria di Berna auf das Ergebnis sofort reagiert und ihre Gelatieri nachgeschult. Auch die Dieci Gelateria verspreche Besserung. Hingegen bei der Konditorei Caredda wird an der Genauigkeit des Tests gezweifelt. (lgi)