Noch bis Anfang April hätte an der Hagenholzstrasse 106 in Leutschenbach Schokolade, Kaffee oder Bouillon aus der Fassade fliessen sollen. Doch jetzt hat die Geschäftsleitung der im Haus ansässigen Baugenossenschaft «Mehr als wohnen» der interaktiven Kunstinstallation von Frank und Patrik Riklin den Hahn zugedreht und dem flüssigen Spass ein vorübergehendes Ende bereitet.

Wie aus der offiziellen Begründung hervorgeht, dem Brunnen ausgerechnet der grosse Erfolg zum Verhängnis. Denn laut Geschäftsleitung verunmöglichte die zu hohe Lärmbelästigung durch die spielenden Kinder das normale Tagesgeschäft im Innern des Gebäudes. Die beiden Künstler wurden beim Entscheid trotz vorheriger Abmachung vor vollendete Tatsachen gestellt.

«Mehr als wohnen»-Sprecher Hans Conrad Daeniker bedauerte gegenüber «20 Minuten» das Versiegen der schmackhaften Quelle und betonte, dass die Baugenossenschaft weiterhin hinter dem Projekt stehe. Ein Angebot für einen alternativen Standort lehnten die Gebrüder Riklin aus konzeptionellen Gründen ab.

Wer den verrücktesten Getränkeautomaten der Stadt noch nicht gesehen hat, für den gibt es im April jedoch die nächste Gelegenheit. Im neuen Stadtquartier auf dem Hunziker Areal, unweit vom jetzigen Standort, wird der Brunnen dauerhaft installiert und zu den bisher über 14 000 gratis ausgeschenkten Bechern sollen noch unzählige hinzukommen.