Zürich

Zu Unrecht beschuldigter wirft Polizei Amtsmissbrauch vor

Der Mann war nicht an den Ausschreitungen beteiligt gewesen (Symbolbild)

Der Mann war nicht an den Ausschreitungen beteiligt gewesen (Symbolbild)

Ein 33-jähriger Mann geriet im Zuge der Räumung des Binz-Areals mit anschliessendem Demonstrationszug sowie einer weiteren Demo linker Aktivisten in Verdacht, Landesfriedensbruch begangen zu haben. Nun wehrt sich der Mann.

Er sei jeweils mehrere hundert Meter hinter dem Demonstrationszug geblieben und habe nur fotografiert, sagte der Mann laut der «NZZ». Gewalt habe er keine angewendet. Da der Mann unvermummt an der Demonstration teilgenommen habe, sei er identifiziert und des Landesfriedensbruchs verdächtigt worden. Die Untersuchung sei schliesslich eingestellt worden, da der Mann sich wirklich friedlich verhalten hatte.

Nun schlägt der 33-Jährige zurück: Er beschuldige die Polizei nun unter anderem des Amtsmissbrauchs. Am 18. April 2013 habe sich eine Gruppe von acht bewaffneten Polizisten Zugang zu seiner Wohnung beschafft, da verdächtige Geräusche aus der Wohnung gemeldet worden seien. Dabei sei ein Sachschaden in Höhe von 5000 Franken entstanden. Das Verfahren sei inzwischen eingestellt worden, die Entschädigung betrage lediglich 2500 Franken, dazu eine Genugtuung von 400 Franken. Dies kritisiert der Mann. Seiner Ansicht nach sei die Wohnungsdurchsuchung wegen seiner Teilnahme an einer Demonstration beschlossen worden. (fwa)

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