Energie
Zu teuer: EKZ verzichten auf geplantes Solarkraftwerk im Bündnerland

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) verzichten aus Kostengründen auf den Bau des geplanten Solarkraftwerks am Chüenihorn oberhalb von Luzein GR. Das Kraftwerk würde rund 50 Prozent mehr kosten als bisher angenommen.

Merken
Drucken
Teilen
Mit der Anlage an den Lawinenverbauungen am Chüenihorn oberhalb von Luzein GR hätte bis zu zwei Megawatt elektrischer Leistung erzeugt werden sollen. (Themenbild)

Mit der Anlage an den Lawinenverbauungen am Chüenihorn oberhalb von Luzein GR hätte bis zu zwei Megawatt elektrischer Leistung erzeugt werden sollen. (Themenbild)

Grund dafür ist die Tragkonstruktion, die wesentlich teurer ausfallen würde, wie die EKZ am Freitag mitteilten. Da es sich um eine Pionieranlage handelt, fehlen Erfahrungswerte.

Nun liegen aber Abklärungen und Studien zu den örtlichen Gegebenheiten bezüglich Wind, Schnee und Geologie vor. Diese hätten umfassende Anpassungen an der Tragkonstruktion zur Folge. Mit den höheren Kosten wäre ein kostendeckender Betrieb der Anlage nicht möglich.

Bis zu zwei Megawatt

Gemäss Mitteilung bedauern die EKZ, das Projekt nicht weiter vorantreiben zu können. Die nun gewonnenen Erfahrungen werden in zukünftige Projekt einfliessen.

Mit der Anlage an den Lawinenverbauungen am Chüenihorn hätte bis zu zwei Megawatt elektrischer Leistung ins Stromnetz eingespiesen werden sollen. Gerechnet wurde mit einer Produktionsleistung von drei Gigawattstunden pro Jahr. Erst im Juni hatten die Stimmberechtigten grünes Licht für das Solarkraftwerk gegeben.