Obdachlosigkeit
Zu kalt: Stadtmission eröffnet aus Platzmangel Notschlafstelle

Die zurzeit herrschende Kälte kann für Obdachlose zur Gefahr werden. In der Stadt Zürich sind aber bereits alle Notunterkünfte wie etwa Pfarrer Siebers «Pfuusbus» voll besetzt. Die Stadtmission eröffnet daher am Freitag die Notschlafstelle «Biwak».

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Zu wenig Schlafplätze: Alle Notunterkünfte sind voll besetzt.

Zu wenig Schlafplätze: Alle Notunterkünfte sind voll besetzt.

Keystone

Die temporäre Notschlafstelle «Biwak» befindet sich an der Brauerstrasse im Kreis 4 und richtet sich vor allem an Wanderarbeiter aus Osteuropa, Südeuropa und anderen Ländern, die in Zürich nach Arbeit suchen und keine Unterkunft haben.

Da sie bei dieser Kälte nicht im Freien übernachten können, entwickelte die Stadtmission in Zusammenarbeit mit dem Sozialwerker Pfarrer Sieber das «Biwak» mit 30 Schlafplätzen. «Biwak», öffnet am Freitagabend, wie die Stadtmission am Donnerstag mitteilte.

Café zu Notschlafstelle umfunktioniert

Bereits im vergangenen Winter waren die bestehenden Notschlafstellen-Angebote in der Stadt Zürich voll besetzt. Die Stadtmission funktionierte ihr Café Yucca im Zürcher Niederdorf deshalb zur Notschlafstelle um. 15 Menschen fanden dort Platz.

Weil es um diese Jahreszeit viel zu kalt ist, um draussen zu übernachten, hat die Zürcher Stadtmission reagiert: Sie eröffnet neu eine Notschlafstelle, genannt "Biwak". Dort sollen vor allem Wandernde unterkommen und einen Platz zum Üernachten finden.