Zürich

«Zu geringe Besucherzahlen»: Aus für die Kapelle im Einkaufstempel Sihlcity

Sei 2007 stand die Kapelle im Sihlcity mit ihrem Raum der Stille allen Personen offen. Das Angebot wurde aber zu wenig wahrgenommen, weshalb die Kapelle nur noch bis Ende April 2019 bestehen bleibt. (Bild: Shilcity in Zürich)

Sei 2007 stand die Kapelle im Sihlcity mit ihrem Raum der Stille allen Personen offen. Das Angebot wurde aber zu wenig wahrgenommen, weshalb die Kapelle nur noch bis Ende April 2019 bestehen bleibt. (Bild: Shilcity in Zürich)

Die Tage der Kirche im Zürcher Einkaufszentrum Sihlcity sind gezählt. Weil das Angebot im umtriebigen Umfeld zu schlecht genutzt wird, hat die ökumenische Trägerschaft den Mietvertrag auf Ende März 2020 gekündigt.

Die Kirche ist seit der Eröffnung des Einkaufszentrums im Jahr 2007 in Betrieb. Der Raum der Stille steht - ähnlich wie die Bahnhofs- und die Flughafenkirche - allen Personen offen. Nun wird er "wegen zu geringer Besucherzahlen" geschlossen, wie der reformierte Stadtverband mitteilte.

Das Seelsorgeangebot bleibt noch bis Ende April 2019 bestehen. Auf diesen Zeitpunkt hin geht der evangelisch-reformierte Seelsorger, Jakob Vetsch, in Pension, wie es beim Stadtverband am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess.

Vetsch war von Beginn an - zusammen mit einem römisch-katholischen und einem christkatholischen Berufskollegen - in das ökumenische Projekt involviert.

Für die Gestaltung der Sihlcity-Kirche im ersten Stock in der ehemaligen Papierfabrik erhielten die Architekten Vehovar & Jauslin den "best architects 08"-Award. Neben dem 22 Quadratmeter grossen Andachtsraum, den ein farbiges Glasfenster von Hans Erni schmückt, gibt es einen Gemeinschaftsraum sowie zwei Sprechzimmer.

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