Das Bundesgericht wies ihre Beschwerde gegen ein Urteil des Zürcher Obergerichtes ab, wie aus dem am Donnerstag publizierten Entscheid hervorgeht. Wegen vorsätzlicher Übertretung des Volksschulgesetzes die Mutter und der Vater mit je 800 Franken gebüsst.

Die Lausanner Richter benötigten für die Behandlung gerade mal zwei Wochen. Der Fall war für sie offenbar eindeutig: Die Eltern haben gegen das Volksschulgesetz verstossen und müssen die Busse bezahlen.

Der Streit geht auf das Jahr 2012 zurück, als die Eltern aus Wetzikon für ihre Töchter Dispensations-Gesuche stellten, um eine Woche vor den regulären Sommerferien in die USA reisen zu können. Dort wollten sie ihre ältere Tochter in ein Space Camp schicken, eine Art Verkehrshaus mit Astronauten-Schnuppertraining.

Die Primarschule lehnte das Gesuch ab, worauf die Eltern dem Volksschulamt anboten, den Kindern den verpassten Schulstoff selbst beizubringen. Dieses lehnte jedoch ebenfalls ab, weil der Privatunterricht im Kanton Zürich stattfinden müsse.

Anzeige von der Primarschule Wetzikon

Von ihren Ferienplänen liessen sich die Eltern deswegen allerdings nicht abhalten: Sie flogen eine Woche vor den Sommerferien in die USA, worauf sie von der Primarschule Wetzikon angezeigt und vom Bezirksgericht Hinwil verurteilt wurden.

Weil sie die Busse und die Gerichtskosten nicht bezahlen wollten, gelangten die Eltern daraufhin ans Zürcher Obergericht, das die Haltung des Hinwiler Gerichtes allerdings unterstützte. Der Weiterzug ans Bundesgericht brachte nun ebenfalls nichts - ausser noch höheren Gerichtskosten, die zulasten der Eltern gehen.