Eishockey
ZSC stoppt die Planung für die neue Eishockey-Arena in Altstetten

Die ZSC Lions haben die Planung für die neue Eishockeyarena in Zürich-Altstetten gestoppt. Grund für die Massnahme ist die Kulturland-Initiative. Die Initiative gefährdert noch weitere Grossprojekte in der Stadt Zürich.

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Das geplante Eishockey-Stadion in Zürich Altstetten

Das geplante Eishockey-Stadion in Zürich Altstetten

Keystone

In der Nähe des Bahnhofs Altstetten, wo heute Hobbygärtner Zucchetti ziehen, wollten der ZSC und Volero ein Eishockeystadion und eine Volleyballarena für 12'000 respektive 3000 Zuschauer bauen. Das Siegerprojekt der Londoner Caruso St. John Architects ist auch längst gekürt.

Doch nun haben die Lions das Vorhaben auf Eis gelegt. Der ZSC will vorderhand kein Geld mehr ausgeben für die Planung des neuen Zürcher Eishockeystadions. Das sagt ZSC-Geschäftsführer Peter Zahner im «Tagesanzeiger».

Das Projekt sei gestoppt. Grund dafür ist die Kulturland-Initiative. Die Zürcher Stimmbevölkerung hat diese Initiative im Sommer 2012 klar angenommen.

Schrebergärten geschützt oder nicht?

Für die Initianten des Stadions ist heute nicht klar, ob die Schrebergärten in Altstetten dadurch unter Schutz stehen. Die Gärten müssten dem Stadion jedoch weichen.

«Niemand konnte uns bis heute sagen, ob wir bauen können», sagt Peter Zahner. 2 bis 3 Millionen Franken hätten sie bereits in das Projekt investiert, mehr wollten sie nicht hineinstecken, wenn sie nicht sicher sein können, dass das 190-Millionen-Projekt zustande kommt.

Auch Fifa-Fussballmuseum betroffen

Die Kulturland-Initiative tangiert weitere Grossprojekte der Stadt. Aus Abklärungen des Hochbaudepartements ist eine ganze Liste mit zum Teil prominenten Projekten hervorgegangen, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

Darauf finden sich das Fifa-Museum beim Zoo, vier Schulhäuser oder die städtische Wohnsiedlung Hornbach im Seefeld. Die Stadt will von einem Übungsabbruch aber vorderhand nichts wissen und plant wie gehabt weiter. (rsn)