Steuerstreit
ZKB-Chef Scholl: «Haben keinerlei Hinweise auf bevorstehende Anklage»

Der CEO der Zürcher Kantonalbank (ZKB) Martin Scholl hofft, dass das Parlament das US-Sondergesetz zur Lösung des Steuerstreits gutheissen wird. Dann könnte die Bank den Streit mit den USA rasch beilegen, so Scholl. Zur Zeit ruhen die Verhandlungen.

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ZKB-Chef Martin Scholl (Archiv)

ZKB-Chef Martin Scholl (Archiv)

Keystone

Der CEO der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hofft, dass das Parlament das US-Sondergesetz zur Lösung des Steuerstreits gutheissen wird. «Damit wäre die Basis gelegt, dass der Steuerstreit ohne weitere Eskalation beigelegt werden kann», sagt er im Interview mit der SonntagsZeitung.

Da seitens der politischen Behörden die ganze Energie dafür aufgewendet werde, eine saubere rechtliche Grundlage zur Lösung der Steuerproblematik zu schaffen, würden die Gespräche mit der ZKB im Moment ruhen. «Ein Verhandlungsunterbruch ist kein Grund zur Sorge. Aber natürlich wären wir froh, wenn wir das Thema bald abschliessen könnten.»

Spekulationen zufolge hätten die USA damit gedroht weitere Banken - namentlich die ZKB - anzuklagen, sofern die Schweiz auf den Deal nicht eingeht. Auf die Frage, ob er sich vor einer Klage fürchte, sagt Scholl: «Wir haben keinerlei Hinweise, die auf eine bevorstehende Anklage schliessen lassen.» Dennoch müsse man sich aber auch mit diesem Szenario auseinandersetzen. (rsn)

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