Toni-Areal

ZHdK-Eröffnungsfest «Creative City» endete in Handschellen

Nach Fest Ende musste die Stadtpolizei eingreifen.

Nach Fest Ende musste die Stadtpolizei eingreifen.

Mit einem Polizeieinsatz an der Hochschule der Künste endete am vergangenen Wochenende die Eröffnungsfeier - einige Studenten kassierten Anzeigen.

Die «Creative City» auf dem Toni-Areal in Zürich begeisterte am letzten Wochenende über 10'000 Besucherinnen und Besucher. Doch ganz friedlich verlief das Fest nicht, wie 20 Minuten am Dienstag berichtet.

Nach Beendigung der Party veranstalteten einige Studenten vor dem Eingang der Hochschule ein spontanes Konzert. Daraufhin seien mehrere Stadtpolizei-Patrouillen aufgetaucht.

Die Tanzenden seien zur Rede gestellt worden und «wer sich bei den Polizisten erkundigen wollte, was das Ganze soll, wurde prompt in Handschellen gelegt», äusserte sich ein Student gegenüber der Zeitung. Fünf bis zehn Personen müssen wegen Nichtbefolgens einer polizeilichen Anordnung und Hinderung einer Amtshandlung mit einer Anzeige rechnen. 

Studenten kritisieren Vorgehen der ZHdK

Die Polizei wurde wegen Lärmklagen von Anwohnern und von der ZHdK selbst gerufen. Ein Student kritisierte dieses Vorgehen der ZHdK: «Eine Hochschule der Künste, die auf diese Weise gegen Kunst vorgeht, das ist nur noch absurd.» Ausserdem könne man nicht gleich die Polizei rufen, wenn die Party nicht auf Knopfdruck verlassen wird. 

ZHdK bedauert Vorfall

Die Sprecherin der Hochschule, Heike Pohl, bedauert den Zwischenfall. Sie bestätigte, dass das Fest ansonsten sehr friedlich verlief. Die Studenten seien darüber informiert gewesen, das Areal um zwei Uhr wegen Reinigungsarbeiten zu verlassen. Ausserdem würden nach Beendigung eines Festes, also im öffentlichen Raum, für alle die gleichen Regeln gelten - so auch das Respektieren der Nachtruhe. 

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