Street Parade
Zerschnittene Füsse und zugedröhnte Köpfe hielten Sanitäter auf Trab

Ein Grossaufgebot von Schutz&Rettung Zürich, unterstützt von externen Rettungskräften, hat an der Street Parade zum Rechten geschaut. Insgesamt wurden etwa ein Viertel weniger Leute verarztet als im letzten Jahr.

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Sanitäter im Einsatz an der Street Parade.

Sanitäter im Einsatz an der Street Parade.

Keystone

An den sieben Sanitätsposten entlang der Umzugsroute und an der Patientensammelstelle wurden laut der Mitteilung von Schutz&Rettung (S&R) vom Sonntag insgesamt 677 Personen behandelt. Bei der letztjährigen Street Parade waren es 921 gewesen.

Mit 284 Fällen am häufigsten waren Schnittverletzungen an den Füssen zu behandeln. Entgegen den eindringlichen Ermahnungen der Veranstalter waren manche Parade-Besucherinnen und -besucher in offenen Schuhen, Riemchensandalen oder gar Flip Flops erschienen. Ihnen wurden die herumliegenden Glasscherben zum Verhängnis.

950'000 Menschen feierten rund ums Seebecken
39 Bilder
Eines der Lovemobile bahnt sich seinen Weg durch die Menge.
Ja ist denn schon Weihnachten - für diese beiden Tänzerinnen schon
Hasenohren und Miniröckchen sind auch Männersache - zumindest an der Street Parade
Nur Jesus kann euch befreien, schreite dieser Bibelfanatiker ins Megafon
Manche konnten es nicht lassen und zündeten an der Parade Böller vom Vortag
Diese zwei liessen sich von exotischen Tieren inspirieren
Mal knapp, mal bunt, die Outfits der Partygänger
Diese Krankenschwestern haben ihre Hosen zuhause vergessen
Diese Damen gaben sich beim Schminken besonders Mühe
Der fast leere Utoquai, nachdem das letzte Lovemobil durchgefahren ist
Der Randstein als Festbank - viele Partygänger genossen es, auch einmal absitzen zu können
Alle sind gut zu einander - an der Street Parade spielten manche auch mit Worten
Raver ganz in schwarz
Nicht jeder ist knapp oder neonfarben gekleidet
Wo gibts die besten Bässe?
Etwas Abkühlung am Bellevue geniessen diese Limmatspringer
Hier fährt der erste Wagen los
Lasst die Party beginnen - Tänzerinnen auf dem Wagen Nummer 1
Rot-weiss-rot: Vielleicht waren sie am 1.August schon so unterwegs
Am Bellevue sind auch Indianer vertreten
Land ahoi - Matrosen an der Streetparade
Auch Anonymous schaut bei der Streetparade vorbei
Diese Herren verbreiten mit dem Megafon die Botschaft Christi
Ob sie noch etwas hört mit den Ohrschützern
Oranger gehts nicht, wie diese zwei beweisen
An der Streetparade sind alle Generationen willkommen
Bei der Bühne am Bürkliplatz gabs schon ab 13 Uhr was auf die Ohren

950'000 Menschen feierten rund ums Seebecken

Keystone

Stockbetrunken bei Sanitätern

224 Patienten wurden stockbetrunken zu den Sanitätern gebracht, 74 waren vermutlich mit Drogen vollgedröhnt. Bis zum Morgengrauen wurden laut Mitteilung 110 Personen zur Überwachung und Ausnüchterung in die Patientensammelstelle transportiert. Letztes Jahr waren es 139.

75 Personen mussten mit schwereren Verletzungen in Spitäler gebracht werden, laut S&R-Sprecher Roland Portmann beispielsweise mit Schädel-Hirn-Traumata oder schweren Knochenbrüchen. Die Patienten zogen sich diese Verletzungen teils bei Stürzen, teils bei Auseinandersetzungen zu.

Die Stadtpolizei wurde zu diversen Schlägereien und heftigen Auseinandersetzungen gerufen, wie sie am Sonntag mitteilte. Sie stellte rund 300 Ecstasytabletten und verschiedene andere Drogen sicher. Insgesamt 32 Personen wurden wegen verschiedener Delikte festgenommen, 15 Personen in die zentrale Ausnüchterungsstelle eingewiesen.

Die Kantonspolizei, die für die Ordnung und Sicherheit im Hauptbahnhof zuständig ist, nahm dort 25 Personen fest. Sie beschlagnahmte ebenfalls eine Vielzahl verschiedenster Drogen sowie einige Waffen.

Bei Kontrollen im Üetlibergtunnel der A3 erwischte die Kantonspolizei vier Blaufahrer und sieben Automobilisten, die unter Drogeneinfluss am Steuer sassen. Sie alle waren ihren Fahrausweis auf der Stelle los.

Volle Clubs

Die Feuerpolizei kontrollierte stichprobenweise die Aufbauten entlang der Umzugsroute sowie 32 Clubs und andere Veranstaltungslokale. Diese platzten wegen des Regens aus allen Nähten. Nur zwei Personen wurden verzeigt, weil sie die Vorschriften nicht einhielten.

Alles in allem ziehe man eine erfreuliche Bilanz, schreibt S&R. Insgesamt waren 430 S&R-Kräfte im Einsatz - ein Vielfaches der üblichen 110 Personen für die tägliche Grundversorgung.