Fall Mörgeli
Wurde Mörgeli auf Geheiss von Aeppli von der Uni entlassen?

Die Zürcher Regierungsrätin Regine Aeppli (SP) soll der Universitätsleitung die Entlassung von Christoph Mörgeli vorgegeben haben. Das gehe aus Ermittlungsakten der Zürcher Staatsanwaltschaft hervor.

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Züricher Regierungsrätin Regine Aeppli. (Archiv)

Züricher Regierungsrätin Regine Aeppli. (Archiv)

Keystone

Aeppli soll als Vorsteherin des Zürcher Bildungsdepartements und Präsidentin des Universitätsrat demnach entscheidend an der Entlassung von Christoph Mörgli mitgewirkt haben, wie die «Weltwoche» in ihrer morgigen Ausgabe schreibt.

Auch Sebastian Brändli, Chef des Hochschulhamts und Sekretär des Universitätsrats, rückt in den Fokus der Ermittler. Er soll die Zeitung «Der Sonntag» über Mörgelis bevorstehende Entlassung informiert haben, noch bevor diese offiziell beschlossen war.

Somit sei Universitätsrektor Andreas Fischer vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Es blieb nichts mehr anderes übrig als die Entlassung. Sollte Regine Aeppli tatsächlich die Entlassung veranlasst haben, hätte die Politiker ihre Kompetenzen überschritten.

Verdacht auf Amtsmissbrauch

Weitere brisante Details im Fall Mörgeli gibt derweil Iris Ritzmann in der «Rundschau» auf SRF bekannt. Die ehemalige Angestellte des medizin-historischen Instituts, welches Mörgeli leitete, beschreibt das harsche Vorgehen des Staatsanwalts bei ihrer Verhaftung im Zusammenhang mit dem Fall im November 2012.

Ritzmann beschreibt, wie sie am frühen Morgen von Staatsanwalt Andrej Gnehm und sechs bewaffneten Beamten überrascht worden war. Ein Rechtsexperte äussert in der Sendung den Verdacht auf Amtsmissbrauch. (cze)