Zürich

Wolff will unbewilligte Demos und Ausschreitungen am 1. Mai verhindern

revolutionärer 1. Mai (Symbolbild)

revolutionärer 1. Mai (Symbolbild)

Das Revolutionäre Bündnis, das sich unter anderem aus Mitgliedern der Revolutionären Jugend und des Revolutionären Aufbaus zusammensetzt, plant für den ersten Mai eine unbewiligte Demo als Gegenveranstaltung zur offiziellen Marschroute.

Der Zürcher Polizeivorstand Richard Wolff toleriert am 1. Mai keine Nachdemo, wie sein Departement am Dienstag mitteilte. Der Linksalternative Politiker (AL) setzt damit die Politik seiner Vorgänger von SP und Grünen fort.

"Der Stadtrat toleriert weder Nachdemos noch Ausschreitungen", heisst es in der Mitteilung. Eine Nachdemo werde "nach Möglichkeit und im Rahmen der Verhältnismässigkeit" verhindert oder "wirkungsvoll gestoppt".

Die Polizei werde "mobil und gut sichtbar präsent sein". Sie hat den Auftrag, das gesamte Stadtgebiet, namentlich das Langstrassenquartier und das Festareal zu schützen. Wer den polizeilichen Anweisungen nicht Folge leiste, werde weggewiesen und/oder verzeigt, schreibt der Stadtrat.

-Wolff nimmt damit Bezug auf Äusserungen aus links-autonomen Kreisen, etwa das Revolutionäre Bündnis. Die spontane Demonstration nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative andere Demos zeigen, dass man auch ohne Bewilligung auf die Strasse gehen könne, schreibt das Bündnis auf seiner Webseite. Es sei ein Hohn, mit den Leuten, die man kritisiere, darüber verhandeln zu wollen, ob eine Demonstration erlaubt ist oder nicht. Das Bündnis sieht die offizielle Kundgebung und dem Umzug zum ersten Mai, als «institutionalisiert durch Gewerkschafts- und Parteispitzen, gemeinsam mit den Polizeivorstehern Maurer, Leupi und Wolff» an. Antikapitalistischer Widerstand könne nicht als Bittsteller beim kapitalistischen Staat auftreten. Am ersten Mai gehe es darum, «anzuecken statt abzunicken».

Somit ruft das Bündnis zum Gang auf die Strasse auf. Und zwar in den Kreis 4, welcher durch die Stadtaufwertung kaputt gemacht werde.

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