In den Grossstädten Zürich, Basel, Genf, Lausanne und Bern sind Wohnungen durchschnittlich nur 13 bis 17 Tage ausgeschrieben. In St.Gallen und Lugano mussten die Vermieter hingegen zwischen 33 und 37 Tage lang inserieren, bis sie einen neuen Mieter finden konnten.

Durchschnittlich waren die Wohnungen in diesen sieben Städten 21 Tage lang ausgeschrieben. Insgesamt waren es 24'000 Wohnungen, die von Anfang April bis Ende September auf den Online-Portalen angeboten wurden. Ein Drittel der Angebote bezog sich auf Wohnungen in der Stadt Zürich.

Dies zeigt der Online-Wohnungsindex (OWI), der am Mittwoch erstmals publiziert wurde. Den Index hat der Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft SVIT als Alternative zur Leerwohnungsziffer entwickelt. Er basiert auf den Zeitspannen, in denen Wohnungen online ausgeschrieben sind. Durch diese Insertionszeiten könne die Entwicklung von Angebot und Nachfrage differenzierter eingeschätzt werden, schreibt der SVIT in der Mitteilung.

Bei der offiziellen Leerwohnungsziffer wird hingegen nur halbjährlich gezählt, wie viele leerstehende Wohnungen den Behörden gemeldet wurden. Eine differenzierte Aussage zu Angebot und Nachfrage lässt sich dadurch nicht machen, denn es geht nicht hervor, wie viele Wohnungen tatsächlich gesucht und gefunden wurden.