Trockenheit
«Wir nehmen auch in Kauf, dass gewisse Wiesen braun werden»: Stadt Zürich spart Wasser

Die aktuelle Hitze und Trockenheit setzt auch den Grünanlagen und den Stadtbäumen zu. Bei Grün Stadt Zürich herrscht Hochbetrieb. Doch nicht alle Bepflanzungen werden gewässert. Wichtig ist, dass die Nutzer nicht übermässig eingeschränkt werden und keine langfristigen Schäden entstehen. Ausserdem soll sparsam mit dem Wasser umgegangen werden.

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Hitze und Trockenheit setzen auch den Grünanlagen in der Stadt Zürich zu. Doch gemäss Marc Werlen, von Grün Stadt Zürich, dürfen die Wiesen in der Stadt braun werden. (Symbolbild)

Hitze und Trockenheit setzen auch den Grünanlagen in der Stadt Zürich zu. Doch gemäss Marc Werlen, von Grün Stadt Zürich, dürfen die Wiesen in der Stadt braun werden. (Symbolbild)

Keystone

«Wir nehmen auch in Kauf, dass gewisse Wiesen braun werden», sagt Marc Werlen von Grün Stadt Zürich. Denn diese erholen sich wieder sobald es ausreichend regnet. Sportplätze dagegen müssen ohne grosse Einschränkungen genutzt werden können. Grundsätzlich gilt, dass Hitze und Trockenheit für alle Pflanzen Stress bedeutet, ausser für Sukkulenten. Diese können Wasser in ihrem Gewebe speichern.

Platanen sind nicht krank

Welche Bäume besonders anfällig für Trockenschäden sind, lässt sich pauschal nicht sagen. Dies sei auch vom Standort abhängig, so der Fachmann. Was zurzeit bei den Platanen zu beobachten ist, bereitet ihm jedoch keine Sorgen. Dass die Bäume in grossen Stücken ihre Rinde abwerfen, ist kein Schadbild, sondern wird durch das Dickenwachstum verursacht.

In Zürich werden die Sportanlagen und Friedhöfe gewässert, sowie junge Bäume und frisch sanierte Anlagen. Für den Rest wird individuell entschieden. «Wir kennen unsere Pappenheimer», sagt Werlen. Neben jungen Bäumen leiden auch alte oder kranke Bäume besonders unter Hitze und Trockenheit.

Bis zu 70 Auswahlkriterien

Bei Neuanpflanzungen gilt für die Stadt, dass sie nicht nur den Klimawandel und allfällige Schäden durch steigende Temperaturen berücksichtigt.

Auch andere Schadbilder, wie Pflanzenkrankheiten, fliessen in die Auswahl ein. Dabei wird die Entwicklung über verschiedene Vegetationsperioden beobachtet. Und nicht zuletzt geht es auch um die Wirkung auf das Klima oder um Pflanzen als mögliche Allergieauslöser.

Insgesamt werden bis zu 70 Kriterien herangezogen, um zu entscheiden, welcher Baum an einer bestimmten Stellen gepflanzt werden soll.