Coronavirus
«Wir haben viele Leute verärgert»: Kanton plant eigenes Impf-Anmeldetool

Die Anmeldeplattform des Bundes, welche Zürich Ende Dezember aufgeschaltet hatte, sorgte bei vielen Impfwilligen bekanntlich für Frust. Nun entwickelt der Kanton eine eigene Plattform. Wann sie aufgeschaltet wird, ist offen.

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Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli: «Nächstes Mal muss die Registrierung funktionieren.»

Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli: «Nächstes Mal muss die Registrierung funktionieren.»

Keystone

«Wir haben viele Leute verärgert», räumte SVP-Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli am Dienstag vor den Medien ein. Mit dem Anmeldetool des Bundesamtes für Gesundheit «können wir nicht arbeiten». Die Plattform müsse im Kanton Zürich deutlich mehr Zugriffen standhalten als in kleineren Kantonen. «Und auch diese hatten ja Probleme.»

Der Kanton Zürich entwickelt deshalb aktuell eine eigene Anmeldeplattform für die Impftermine. «Nächstes Mal muss die Registrierung funktionieren», sagte Rickli weiter.

Aufgeschaltet wird die Plattform aber erst, wenn neue Impftermine vergeben werden können. Und dies ist abhängig davon, wann mehr Impfstoff verfügbar ist. Der Kanton will deshalb kein konkretes Datum nennen, ab wann die Anmeldeplattform in Betrieb genommen wird.

Standort kann selber gewählt werden

Vorgesehen ist, dass die Impfwilligen den Standort für die Impfung frei wählen können. Eine Winterthurerin kann also auch nach Zürich oder nach Uster, wenn sie dies möchte. Nicht vorgesehen ist hingegen, die zwei Spritzen in verschiedenen Zentren zu beziehen.

Dies sei wegen den unterschiedlichen Impfstoffen zu komplex und könne zu Verwechslungen führen. Der Impfstoff darf von erster zu zweiter Spritze nicht gewechselt werden. «In dieser Jahrhundert-Ausnahmesituation kann man aber schon verlangen, dass die Leute halt zwei Mal an den selben Ort fahren», sagte Rickli.

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