Die rasche Umsetzung auf Anfang Jahr ist möglich, weil es sich um einen freiwilligen Verzicht handelt. Die rechtlichen Grundlagen müssen allerdings noch angepasst werden. Ein entsprechender Antrag wird 2014 vom Grossen Gemeinderat behandelt werden müssen, wie es in der Mitteilung heisst.

Von einer Kürzung der Kaderlöhne hält der Stadtrat dagegen nichts. Die Belastung der Kaderangestellten sei besonders in einer angespannten Finanzlage enorm hoch. Sollten deren Löhne gekürzt werden, würde die Stadtverwaltung «ihre Attraktivität als Arbeitgeberin merklich einbüssen». Der Stadtrat werde sich deshalb gegen Lohnkürzungen bei den übrigen Stadtangestellten zur Wehr setzen.

Faktisch werde das gesamte städtische Personal ab 1. Januar weniger Lohn als bisher erhalten, heist es weiter. Grund dafür seien die zusätzlichen Beiträge, welche alle Mitarbeitenden zur Sanierung für die Pensionskasse leisten müssten. Diese Beiträge betragen 0,95 Prozent des versicherten Lohnes.

Vorläufig kein Umbau der denkmalgeschützten Zeughäuser

Der Stadtrat hat am Donnerstag noch einen weiteren Sparentscheid bekanntgegeben: Er will «bis auf Weiteres» auf einen Um- und Ausbau der denkmalgeschützten Zeughäuser Nord verzichten. Der Stadtrat stützt sich dabei auf eine Machbarkeitsstudie.

Die Studie komme zum Schluss, dass zum heutigen Zeitpunkt kein baulicher Handlungsbedarf bestehe. Die Kosten für eine sanfte Renovation sowie den Ausbau der teils unbeheizten Zeughäuser werden auf 9,3 Millionen Franken für den Grundausbau beziehungsweise 12 Millionen Franken für den Vollausbau geschätzt.

Auf den südlichen Arealteil mit den nicht denkmalgeschützten Zeughäusern und der kleinen Zeughauswiese hat der Entscheid des Stadtrates keine Auswirkungen, wie es weiter heisst. Über das weitere Vorgehen nach der Ablehnung des Verkaufs der Zeughauswiese und der Umzonung durch die Stimmberechtigten will der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Die Stadt Winterthur rechnet im Budget 2014 zwar mit einer schwarzen Null. Möglich wird dies allerdings nur dank Sparmassnahmen in der Höhe von 47 Millionen Franken und einer Steuererhöhung um 5 Prozentpunkte auf 127 Prozent.