Wärmering-Affäre

Winterthurer Stadtrat Gfeller wird bereits im Januar zurücktreten

Matthias Gfeller hat seinen Rücktritt bereits im September angekündigt.

Matthias Gfeller hat seinen Rücktritt bereits im September angekündigt.

Eigentlich hätte er sein Amt noch bis ins zweite Quartal 2017 ausüben wollen - doch nun wird der Winterthurer Stadtrat Matthias Gfeller (Grüne) sein Entlassungsgesuch bereits in den kommenden Tagen an den Bezirksrat schicken. Der 60-Jährige geht davon aus, dass er Ende Januar sein Stadtratsbüro räumen wird.

Das Vorziehen seines Rücktrittes kündigte Gfeller am Montagabend an der Sitzung des Stadtparlamentes an, wie "Der Landbote" am Dienstag berichtete und ein Gemeinderat bestätigte. Zuvor hatten bürgerliche Politiker ein weiteres Mal gefordert, dass der Vorsteher des Departements Technische Betriebe per sofort zurücktritt,

Gfeller war im Zusammenhang mit der sogenannten Wärmering-Affäre in die Kritik geraten. Er soll im Vorfeld einer Volksabstimmung über einen Energie-Contracting-Rahmenkredit die Informationen zurückbehalten haben, wie es um die Wärmering Frauenfeld AG steht. Ein Untersuchungsbericht zeigte auf, dass departementsintern Millionen falsch verbucht und Bilanzen verschleiert wurden.

Einen Tag bevor der Gesamtstadtrat den Schlussbericht vorstellte, kündigte Gfeller aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt an. Die Ersatzwahl ist auf den 12. Februar 2017 angesetzt. Für den freiwerdenden Sitz schicken die Grünen, die SP, sie SVP und die EVP Kandidaten ins Rennen. Noch offen ist, ob die GLP antreten wird.

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