Muslimfriedhof

Winterthurer Stadtparlament ohne Gegenstimme für Muslim-Grabfeld

Das Winterthurer Stadtparlament hat sich am Montagabend ohne Gegenstimme für den Bau eines Grabfeldes für Muslime auf dem Rosenberg-Friedhof im Quartier Veltheim ausgesprochen. Es bewilligte den Kredit von 1,53 Millionen Franken mit 47 zu 0 Stimmen bei 5 Enthaltungen.

12 Prozent der Winterthurerinnen und Winterthurer sind Muslime. Damit Verstorbene islamischen Glaubens nach ihren religiösen Erfordernissen bestattet werden können, wird nun der Friedhof Rosenberg an seiner Westgrenze mit einem entsprechenden Grabfeld erweitert. Die Gräber sind nach Mekka ausgerichtet.

Das Grabfeld wird auf 3700 Quadratmetern Platz für 380 Beisetzungen bieten. Es gibt entsprechend kantonalen Vorschriften Erdbestattungen mit Sarg und einer Grabesruhe von 25 Jahren. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Todesfälle von Muslimen auf 20 pro Jahr. Die Hälfte der Leichname wurde in die Heimatländer überführt.

Das Winterthurer Muslim-Grabfeld sollen innert 8 Monaten gebaut sein. Ab Mitte 2011 können die ersten Beisetzungen erfolgen. Erfahrungen mit muslimischen Grabstätten gibt es bisher in den Städten Basel, Bern, Genf, Luzern und Zürich. Auf dem Rosenberg in Winterthur befindet sich bereits seit 1995 ein jüdischer Friedhof.

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