Winterthur

Winterthurer sagen Ja zu höheren Baubewilligungs-Gebühren

Profitieren wird, wer kleine Bauvorhaben bis zu 20'000 Franken realisieren will (Themenbild).

Profitieren wird, wer kleine Bauvorhaben bis zu 20'000 Franken realisieren will (Themenbild).

Die Stadt Winterthur kann ihre Baubewilligungs-Gebühren erhöhen. Die Stimmberechtigten haben der Erhöhung mit 18'257 zu 9778 Stimmen zugestimmt.

Die finanziell angeschlagene Stadt kann durch die Erhöhung der Baubewilligungs-Gebühren pro Jahr rund eine halbe Million Franken mehr einnehmen. Die Stimmbeteiligung betrug 43,3 Prozent.

Profitieren wird, wer kleine Bauvorhaben bis zu 20'000 Franken realisieren will. Bei diesen wird das Einholen einer Bewilligung günstiger. Teurer wird es hingegen für all jene, die ein Projekt über 20'000 Franken vor sich haben.

Bei solchen Bauvorhaben werden die Gebühren erhöht, so dass der Stadt unter dem Strich pro Jahr eine halbe Million Franken Mehreinnahmen bleiben. Das wäre ein Viertel mehr als heute.

Bisher wurden erst 65 Prozent der Kosten, die durch die Gesuche entstehen, durch die Gebühreneinnahmen gedeckt. Der Rest wird mit Steuergeldern finanziert. Mit der beschlossenen Gebührenerhöhung soll ein Kostendeckungsgrad von bis zu 80 Prozent erreicht werden.

Bürgerliche wollten lieber den Aufwand reduzieren

Der Grosse Gemeinderat hatte die Gebührenerhöhung am 20. Januar 2014 gutgeheissen. Ein Mehrheit fand sie angemessen und tragbar. Es sei richtig, dass sich die Kostenverursacher, also die Bauherren, in dieser Höhe daran beteiligten.

Von bürgerlicher Seite wurde allerdings das Behördenreferendum ergriffen. Die Bürgerlichen kritisierten, dass die Gebühren bereits vergleichsweise hoch seien. Zudem solle man lieber den grossen Aufwand bei den Bewilligungsverfahren reduzieren.

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