Vorsorge
Winterthurer Pensionskasse mit bescheidener Rendite

Die Pensionskasse der Stadt Winterthur hat mit ihren Anlagen im vergangenen Jahr eine Nettorendite von 3,7 Prozent erwirtschaftet. Mehr habe wegen der momentan sehr tiefen Zinsen auf dem Finanzmarkt nicht erwartet werden können.

Merken
Drucken
Teilen
Im Vergleich zu heute müssen Angestellte der Winterthurer Pensionskasse ab 2020 mit bis zu 13 Prozent weniger Rente rechnen. (Symbolbild)

Im Vergleich zu heute müssen Angestellte der Winterthurer Pensionskasse ab 2020 mit bis zu 13 Prozent weniger Rente rechnen. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Das Bruttovermögen betrug Ende Jahr 1,884 Milliarden Franken. Der Deckungsgrad konnte leicht von 93,5 auf 94,5 Prozent erhöht werden, wie die Pensionskasse am Mittwoch mitteilte. Trotz dieser Steigerung ist die Kasse somit nicht ausreichend finanziert.

Bereits im März kommunizierte die Pensionskasse, dass für die Sanierung noch mehr Geld nötig ist. Der Stadtrat prüft deshalb, ob er den ganzen Fehlbetrag von 160 Millionen Franken übernehmen soll. Der Deckungsgrad der Kasse würde durch diese Massnahme per sofort auf 100 Prozent steigen. Das letzte Wort dürfte das Volk haben.

Bis zu 13 Prozent weniger Rente

Die Angestellten müssen sich ab 2020 zudem mit weniger Rente begnügen. Die Kasse rechnet mit einer Kürzung der voraussichtlichen Altersrente von 5 bis 13 Prozent im Vergleich zu heute. Der Umwandlungssatz soll von 6 auf 5 Prozent gesenkt werden.

Die Pensionskasse der Stadt Winterthur wurde Anfang 2014 verselbständigt. Bis dahin war sie eine unselbstständige öffentlich-rechtliche Vorsorgeeinrichtung.

Sie startete mit einem viel zu tiefen Deckungsgrad von 88,4 Prozent, was teure Sanierungsmassnahmen nötig machte, die immer noch nicht abgeschlossen sind.