Abriss
Winterthur startet zweiten Versuch zum Abbruch des Busdepots

Der Streit um das Winterthurer Busdepot am Deutweg geht in eine weitere Runde: Obwohl das Baurekursgericht die Stadt Ende Februar zurückgepfiffen hat, bleibt die Stadt bei ihrem Abbruch-Entscheid.

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Das alte Depot soll gemäss Stadtrat nicht unter Schutz gestellt werden.

Das öffentliche Interesse am verdichteten und preisgünstigen Wohnungsbau sei höher zu gewichten als die Interessen des Denkmalschutzes, schreibt die Stadt am Mittwoch in einer Mitteilung. Man wolle deshalb auf Schutzmassnahmen verzichten.

Damit das Baurekursgericht die Abbruchpläne nicht erneut stoppt, will die Stadt die so genannte Nicht-Unterschutzstellung dieses Mal nach den gesetzlichen Vorschriften des Natur- und Heimatschutzes durchführen. So sollen Rekurse von Anwohnern, die das Depot erhalten wollen, dieses Mal vor Gericht keine Chance haben.

Ein Rekurs gegen diesen Entscheid der Stadt ist schon so gut wie sicher: Ein Sprecher der IG Busdepot Deutweg sagte gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF1, dass er den Entscheid anfechten werde. Somit muss sich das Gericht erneut mit dem alten Depot am Deutweg befassen.

Stadtbus Winterthur wird aus dem Busdepot ausziehen und die Stadt will das 10'500 Quadratmeter grosse Areal im Baurecht an eine oder mehrere gemeinnützige Winterthurer Genossenschaften abgeben. Entstehen soll ein urbanes Wohn- und Gewerbehaus. Die Umzonung wurde vom Grossen Gemeinderat bereits beschlossen.