Frei gewordene Stellen werden somit nicht mehr automatisch neu besetzt oder - falls doch - dann nur mit günstigeren Mitarbeitern.

Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) warnte die Ratsmitglieder vergeblich davor, den Kürzungs-Antrag der FDP anzunehmen. Das Personal habe bereits heftigst auf den Druck reagiert, der in jüngster Zeit aufgebaut worden sei. Die Bürgerlichen setzten sich jedoch durch und zogen beim Personal die Schraube weiter an.

Auch bei den Kaderleuten wird gespart

Von den Sparmassnahmen betroffen sind auch die Kaderleute: Bei ihnen werden 2015 bei der Überstunden-Auszahlung 120'000 Franken eingespart. Gespart wird in Winterthur auch bei den Druckkosten (300'000 Franken) und bei den Informatikkosten (1 Million Franken).

Der Rat entschied zudem, dass Massnahmen, die im Rahmen des Sparprogramms "Balance" im kommenden Jahr ohnehin hätten in Angriff genommen werden sollen, so schnell wie möglich umgesetzt werden. Dies soll Einsparungen in der Höhe von 2 Millionen Franken bringen. Insgesamt kürzte das Stadtparlament am Montag bereits 6,5 Millionen Franken aus dem Budget 2015.

Insgesamt weist der Voranschlag der Stadt Winterthur ein Loch in der Höhe von 11 Millionen Franken aus. Während die linke Ratsseite die Steuern um 5 Prozentpunkte erhöhen will, wollen die Bürgerlichen das Budget mit Hilfe von Sparmassnahmen verbessern.