Kaum eine Sparmassnahme führte zu so vielen Reaktionen und zu so viel Kritik: Im vergangenen Winter montierte die Stadt ohne Ankündigung 40 Sitzbänke ab, um die Unterhaltskosten für die öffentlichen Anlagen zu reduzieren.

Nun präsentiert die Stadt Winterthur ein neues Konzept, um die entfernten Bänke wieder zu installieren und weitere Sitzbank-Sparmassnahmen zu vermeiden: Eine Sitzbankgönnerschaft, wie es sie bereits seit zwölf Jahren für Bänke im Wald gibt.

Widmungstafel auf der Bank

Private sollen also "Götti" oder "Gotte" einer städtischen Sitzbank werden. Für den Betrag von 1500 Franken wird die Stadt die Bank dann während fünf Jahren pflegen. Als Gegenleistung erhalten die Spender eine Widmungstafel auf der Bank. Zur Auswahl stehen Sitzbänke in Rot, Blau oder aus Eiche.

In diesen Tagen werden bereits die ersten gesponserten Bänke montiert: Mitarbeiter von Stadtgrün stellen an der Hohfurristrasse zwei Bänke wieder auf, die vor wenigen Monaten eingespart wurden.