Strassenverkehr

Winterthur: Schulweghilfe statt Lotsendienst

Die Kinder sollen im Strassenverkehr selbstständiger werden (Symbolbild)

Die Kinder sollen im Strassenverkehr selbstständiger werden (Symbolbild)

In Winterthur wird der Verkehr für die Schülerinnen und Schüler nicht mehr angehalten. Die Schüler müssen selber den Zeitpunkt für das Überqueren der Strasse bestimmen - unterstützt von der Schulweghelferin.

Ziel ist es, dass die Kinder mehr Selbstständigkeit erlangen.

Bis anhin stoppten die Lotsenfrauen mit ihren Kellen den Verkehr, erst dann durften Kindergärtler und Schüler den Fussgängerstreifen betreten. Die Kellen mit dem roten Punkt haben nun ausgedient: Anfang Jahr nahm die Stadtpolizei Winterthur "einen Systemwechsel bei der Schulwegsicherung" vor, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.

Der Lotsendienst heisst neu Schulweghilfe und die Lotsenfrau Schulweghelferin. Die Schulweghelferin hat dabei eine andere Rolle: Statt den Verkehr anzuhalten, unterstützt und beobachtet sie die Kinder beim Überqueren der Strasse.

Die Kinder sollen lernen, selber zu entscheiden, wann die Strasse sicher genug ist, um sie zu überqueren. Genau so würden die Kinder ja auch in ihrer Freizeit vorgehen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Kinder nehmen so täglich an einem Verkehrstraining teil.

Die Stadtpolizei appelliert in ihrer Mitteilung an die Auto- und Velofahrer, dass sie vor dem Fussgängerstreifen ganz anhalten und den Kindern keinesfalls Zeichen geben. "Kinder lernen, die Strasse erst zu betreten, wenn die Räder still stehen", heisst es weiter.

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