Die Stimmberechtigten haben am Sonntag entschieden, dass die Stadt Genossenschaften und anderen gemeinnützigen Trägern zinslose Darlehen gewähren darf. Dafür stehen nun 10 Millionen Franken bereit.

Für den Rahmenkredit von 10 Millionen Franken stimmten 19'981 Winterthurerinnen und Winterthurer, dagegen waren 13'081, was einem Ja-Stimmenanteil von 60,34 Prozent entspricht. Die Stimmbeteiligung lag bei 51,25 Prozent.

Die zinslosen Darlehen sind für Genossenschaften und andere gemeinnützige Wohnbauträger bestimmt, die ihre Wohnungen und Gewerberäume nach den Grundsätzen der Kostenmiete vergeben. So soll der Anteil an gemeinnützigem Wohnraum vergrössert werden.

Nur 15 Prozent Genossenschaftswohnungen

In Winterthur gibt es gegenwärtig nur etwa 6000 Genossenschaftswohnungen, was 15 Prozent des gesamten Wohnungsangebotes entspricht. In der Stadt Zürich ist der Anteil des gemeinnützigen Wohnraums mit 25 Prozent deutlich grösser.

Die nun angenommene Vorlage war ein Gegenvorschlag des Stadtrates und des Stadtparlamentes auf eine Volksinitiative von SP, Grünen, EVP und Mieterverband. Ihre Initiative hatte zwar das gleiche Anliegen, hätte mit den 10 Millionen aber eine Stiftung gründen wollen. Die Initianten zogen ihre Vorlage zurück, nachdem klar wurde, dass der Gegenvorschlag das gleiche Ziel verfolgt.