Im Dezember wird die dritte und letzte Etappe der vierten Teilergänzung der Zürcher S-Bahn umgesetzt. Der Schwerpunkt liegt in der Region Winterthur. So wird die S11 neu den ganzen Tag halbstündlich die Strecke Aarau–Zürich–Winterthur abdecken. Ab Winterthur verkehrt sie weiter nach Seuzach oder Sennhof-Kyburg – in den Hauptverkehrszeiten bis nach Wila ins Tösstal.

S12 und S11 bringen zusammen den schnellen Viertelstundentakt zwischen Zürich und Winterthur (via Stadelhofen und Stettbach). Die S12 bedient weiterhin halbstündlich die Strecke Brugg–Zürich–Winterthur. Neu fährt sie ab Winterthur nicht weiter nach Seuzach oder Seen, sondern nach Schaffhausen beziehungsweise Wil.

S12 entlasten

«Die S11 wird der grosse Renner», sagte Dominik Brühwiler, Leiter Verkehrsplanung beim Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), gestern an einer gemeinsamen Medienkonferenz von SBB und ZVV. Zumindest erhofft sich der ZVV eine Verlagerung von der S12 auf die S11. Die S12 ist laut Brühwiler die am stärksten ausgelastete S-Bahn der ganzen Schweiz.

Die S29 wird ab dem Fahrplanwechsel neu den ganzen Tag halbstündlich zwischen Winterthur und Stein am Rhein verkehren. Die S24 schliesslich wird künftig stündlich nicht bloss die Strecke Zürich–Flughafen–Winterthur– Schaffhausen abdecken, sondern im Stundentakt auch Weinfelden bedienen.

Mit dem ganzen Personen- und Güterverkehr müssen demnach mehr als 50 Züge pro Stunde über den Bahnhof Winterthur geschleust werden. Dies bedingt einen sehr engen Fahrplan. Zudem wird der Bahnhof Winterthur aktuell ausgebaut.

Viertelstundentakt am See

Im übrigen ZVV-Gebiet ist zu erwähnen, dass die S3 neu als Entlastungslinie auf dem Korridor Zürich–Bülach verkehren wird. Offen ist, ob im Halbstunden- oder Stundentakt. Ausserdem wird ab Sommer 2019 die S20 am oberen rechten Zürichseeufer während der Hauptverkehrszeiten einen Viertelstundentakt ermöglichen. Ein komplett neues Buskonzept kommt zudem auf das Weinland zu. Informationen stellt der ZVV auf einen späteren Zeitpunkt in Aussicht.

Was den Fernverkehr und damit die Domäne der SBB angeht, wird das Angebot zwischen Zürich und St. Gallen via Winterthur ausgebaut. Ein Wermutstropfen: Um den Mittag sollen zwei Verbindungen ab Zürich ins Tessin gestrichen werden.