Winterthur
Mitte und EDU wollen kein flächendeckendes Tempo 30

Die Mitte und die EDU der Stadt Winterthur wollen flächendeckendes Tempo 30 ausbremsen. Sie haben eine Volksinitiative lanciert, die auf Strassen mit Bus- oder Postautoverkehr Tempo 50 beibehalten will.

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Mitte und EDU befürchten, dass der öV nach der Einführung von Tempo 30 nicht mehr attraktiv sei. (Archivbild)

Mitte und EDU befürchten, dass der öV nach der Einführung von Tempo 30 nicht mehr attraktiv sei. (Archivbild)

Ennio Leanza

Innerstädtische Busfahrten würden heute schon verhältnismässig lange dauern. Wenn die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert werde, verlängere das die Reisezeit noch mehr, begründen Mitte und EDU am Dienstag ihre Initiative in einer Mitteilung.

Sie fürchten, dass die Attraktivität des Busverkehrs dadurch verringert werden könnte. Zudem gebe es Mehrkosten, weil mehr Fahrpersonal als auch mehr Busse nötig würden, um die Fahrplandichte beibehalten zu können. Sie wollen ihre Initiative noch diese Woche bei der Stadt zur Vorprüfung einreichen.

Bis 2025 soll eigentlich Tempo 30 kommen

Im Sommer hatte der Stadtrat bekannt gegeben, dass er auf den meisten Strassen Tempo 30 einführen will. Schrittweise sollen bis 2025 die Strassen rund um die Altstadt und in den Quartierzentren Tempo 30 erhalten. In Wohnquartieren soll das Tempo auf 20 km/h begrenzt werden.

Auch in der Stadt Zürich, die ähnliche Pläne verfolgt, gibt es Widerstand. Die städtische SVP will eine Initiative lancieren, die Tempo 30 auf Hauptstrassen verbieten will. Anfang Januar wird die Partei ihr Anliegen vorstellen. (sda)

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