Schneeräumungsdienst
Winterthur lässt aus Spargründen die Schneepflüge später fahren

Das Sparprogramm «effort 14+» der Stadt Winterthur hat auch Auswirkungen auf den Winterdienst: Auf Quartierstrassen beginnt die Schneeräumung im kommenden Winter nicht mehr wie bisher ab 4 Uhr morgens, sondern erst ab 7 Uhr.

Merken
Drucken
Teilen
Ein Schneepflug nach getaner Arbeit

Ein Schneepflug nach getaner Arbeit

Keystone

Von der Reduktion nicht betroffen sind Hauptachsen mit Buslinien. Heute gilt für den Winterdienst eine Betriebsbereitschaft von 4 Uhr bis 23 Uhr. Für die Mitarbeitenden des Strasseninspektorates in den dezentralen Revierstützpunkten wird diese ab dem kommenden Winter von 7 bis 18 Uhr verkürzt, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Damit könnten in einem durchschnittlichen Winter etwa 100'000 Franken eingespart werden.

Die dezentralen Revierstützpunkte sind vorwiegend für den Winterdienst auf Quartierstrassen zuständig. Sie erledigen aber auch die notwendigen Handarbeiten bei Fussgängerstreifen oder Bushaltestellen.

Im kommenden Winter werde die Bevölkerung frühmorgens in den Quartieren vermehrt weisse Fahrbahnen und Gehwege antreffen, die Schneeräumung erfolge nämlich erst im Laufe des Tages, heisst es in der Mitteilung. Dies könne zu vermehrter Bildung von Schnee- und Eispanzern führen und verlange von den Verkehrsteilnehmenden erhöhte Vorsicht.

Einsatzleiter können auch früher aufbieten

Wie bisher liegt es jedoch in der Kompetenz des zuständigen Einsatzleiters, Art und Umfang des Einsatzes aufgrund von Witterung und Strassenverhältnissen festzulegen. In Ausnahmefällen können sie ihre Mitarbeiter in den dezentralen Revieren weiterhin ab 4 Uhr aufbieten, beispielsweise bei vereisendem Regen oder wenn erhebliche Schneemengen gefallen sind.

Nicht betroffen von der reduzierten Betriebsbereitschaft sind Hauptachsen mit Buslinien, Zufahrten zu Spitälern und Bahnhöfen sowie wichtige und gefährliche Quartierstrassen mit grossem Gefälle. Auf solchen Strassen werde nach wie vor gemäss Einsatz- und Routenplänen gearbeitet, schreibt die Stadt.