Bauprojekte

Winterthur lässt Schutzwürdigkeit des Stadttheaters abklären

Winterthur lässt Schutzwürdigkeit des Stadttheaters abklären.

Winterthur lässt Schutzwürdigkeit des Stadttheaters abklären.

Der Winterthurer Stadtrat will zuerst die Schutzwürdigkeit des Stadttheaters abklären lassen, bevor er sich mit der Vision «Theater plus» befassen wird.

Über die Unterschutzstellung entscheidet der Kanton. Das Vorgehen löste unterschiedliche Reaktionen aus.

Nach der Diskussion über die Vision "Theater plus" sei der Stadtrat zum Schluss gekommen, dass er in einem ersten Schritt und vordringlich die Schutzwürdigkeit des bestehenden Theaters abklären lassen wolle, bevor weitere Entscheide gefällt werden, heisst es in der Mitteilung der Stadt vom Freitag. Mit der Projektidee werde sich der Stadtrat im kommenden Jahr weiter befassen.

Geht es nach örtlichen Wirtschafts- und Tourismusorganisationen soll das Stadttheater abgerissen werden und Platz machen für ein modernes Theater mit Kongresszentrum und Hotel. Die Idee eines kombinierten Theater- und Kongresszentrums mit Hotelbetrieb wird seit Jahren diskutiert, nachdem bekannt wurde, dass das 1979 eröffnete Gastspielhaus saniert werden muss.

Lob und KritikDie Initianten der Vision "Theater plus" - Standortförderung Region Winterthur, Handelskammer- und Arbeitgebervereinigung Winterthur und Winterthur Tourismus - begrüssen das Vorgehen des Stadtrates. Allerdings vermissen sie "noch immer" ein Bekenntnis des Stadtrates zu einem "architektonischen Leuchtturm für Architektur und Kultur sowie zu einer zeitgemässen Event-Infrastruktur".

"Theater plus", so sind sie überzeugt, sei für Winterthur eine "grosse Chance" in einer Zeit, in der sich die Standorte immer wieder neu erfinden müssten. Eine Chance sei die Neukonzeption aber auch für den Theaterbetrieb selbst. Nicht zuletzt stehe hinter der Vision das Ziel, die Stadt von teuren Sanierungskosten zu verschonen.

Der Theaterverein Winterthur äusserte sich dagegen befremdet darüber, "dass der Stadtrat die Abrissidee nicht klar und deutlich fallen lässt". Er fordert, die Kongresshauspläne nicht mehr weiter an die Theaterzerstörung zu koppeln und - losgelöst vom Theater - auf einem andern Areal zu prüfen. Dann könne ein Kongresshaus für Winterthur und nicht gegen Winterthur geplant werden.

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