Asylunterkunft
Winterthur bietet dem Kanton Zivilschutzanlage als Durchgangszentrum

Die Stadt Winterthur stellt dem Kanton Zürich vorübergehend die Zivilschutzanlage Mattenbach als kantonales Durchgangszentrum für bis zu hundert Personen zur Verfügung. Schulen, Anwohnende und Quartierverein wurden vorgängig von der Stadt informiert.

Merken
Drucken
Teilen
In Winterthur entsteht ein Durchgangszentrum in einer Zivilunterkunft. Bild: die als Asylnotunterkunft genutzten Zivilschutzanlage in St. Gallenkappel.

In Winterthur entsteht ein Durchgangszentrum in einer Zivilunterkunft. Bild: die als Asylnotunterkunft genutzten Zivilschutzanlage in St. Gallenkappel.

Keystone

Aufgrund des grossen Zustroms von Flüchtlingen nach Europa steigt auch die Zahl der Asylsuchenden in der Schweiz. Alle Gemeinden des Kantons Zürich sind verpflichtet, ab Januar 2016 mehr Asylsuchende unterzubringen.

Das Asylkontingent wurde vom Kanton von fünf auf sieben Personen pro 1000 Einwohner angehoben. Für die Winterthur bedeutet dies die zusätzliche Aufnahme von 220 Personen.

Der Winterthurer Stadtrat hat nun auf Anfrage des kantonalen Sozialamtes entschieden, dem Kanton bis hundert Plätze in der Zivilschutzanlage Mattenbach zur Verfügung zu stellen. Diese werden dem Winterthurer Kontingent angerechnet. Die Kosten trägt vollumfänglich der Kanton.

Die Unterkunft wird gemäss Mitteilung in wenigen Tagen dem Kanton übergeben. Geführt wird sie im Auftrag des kantonalen Sozialamtes von der Firma ORS. Die Stadt Winterthur ist lediglich Vermieterin der Anlage.

Die Nutzung der Zivilschutzanlage ist vorerst für sechs Monate vereinbart. Aufgrund der aktuellen Lage im Flüchtlingsbereich ist eine Verlängerung nicht auszuschliessen. Für die weiteren noch zu schaffenden Plätze prüft die Stadt zurzeit verschiedene Optionen.