Umweltbericht

Winterthur auf gutem Wege zur 2000-Watt-Gesellschaft

Energiesparlampen, ein Mittel hin zur 2000-Watt-Gesellschaft

Energiesparlampen, ein Mittel hin zur 2000-Watt-Gesellschaft

Die Stadt Winterthur hat beim Umweltschutz weitere Fortschritte erzielt. Auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft seien erste Schritte erfolgreich umgesetzt worden. Ein Hauptproblem bleibe aber der motorisierte Verkehr.

Die Treibhausgasbilanz zeige, dass sich die Stadt Winterthur sowohl in Bezug auf den Primärenergieverbrauch als auch auf die Treibhausgasemissionen auf dem anvisierten Absenkpfad befinde, heisst es in einer Mitteilung des Departements Sicherheit und Umwelt. Gemäss Umweltbericht hat der Treibhausgasausstoss zwischen 2008 und 2012 von 6400 auf 5960 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr abgenommen.

Zu den erfolgreichen Massnahmen, Energie zu sparen und den Ausstoss von Treibhausgasen zu verringern, gehörten das Förderprogramm Energie, das Hauseigentümer dazu motiviere, ihre Gebäude energetisch zu sanieren oder das städtische Angebot an umweltfreundlichen Stromprodukten. 79 Prozent der Privatkunden beziehen Strom aus erneuerbaren Quellen.

Als grosse Herausforderung nennt der Umweltbericht die weiter fortschreitende Zunahme des motorisierten Individualverkehrs und die damit einhergehenden negativen Auswirkungen für Bevölkerung und Umwelt. Rund 50 Prozent der 110 Tonnen Feinstaub, die in Winterthur pro Jahr ausgestossen werden, und 70 Prozent der Stickstoffdioxide stammen vom motorisierten Verkehr.

Lärmschutz verbessert

Zu den Erfolgen der letzten vier Jahre gehörten die Fortschritte beim Schutz der Bevölkerung vor Lärm, heisst es im Umweltbericht. Entlang der Hauptstrassen seien mittlerweile sämtliche Gebäude saniert, die Lärm über dem Alarmwert ausgesetzt sind. Auch die Bahnstrecken auf Stadtgebiet seien fast durchgehend von Lärmschutzwänden abgeschirmt.

Erstmals in den Umweltbericht aufgenommen wurden die Themen Radon und Licht. Bei der öffentlichen Beleuchtung sei die Stadt darum bemüht, ihre markanten Gebäude ins richtige Licht zu setzen und gleichzeitig den Nachthimmel nicht mit zu viel Fremdlicht zu stören. Ausserdem bemühe sich die Stadt um eine möglichst stromsparende öffentliche Beleuchtung.

Radonmessungen in über 200 Gebäuden ergaben, das der Grenzwert in drei Wohnräumen überschritten wurde. Die systematische Kontrolle der Radonkonzentrationen in Schulhäusern habe dagegen bisher keine Grenzwertüberschreitungen in den Schulzimmern ergeben, heisst es in der Mitteilung.

Der Umweltbericht der Stadt Winterthur erscheint seit 1988. Er wird alle vier Jahre von der Organisation Umwelt und Energie herausgegeben.

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