Zürich

Wildwuchs bei der Überwachung der Zürcher Schulhäuser

Der Stein des Anstosses: Rund 600 Überwachungskameras an Zürcher Schulhäusern.JPG

Der Stein des Anstosses: Rund 600 Überwachungskameras an Zürcher Schulhäusern.JPG

An 20 Zürcher Schulanlagen sind rund 600 Kameras im Einsatz. Sie sollen der zunehmenden Zahl an Vandalenakten entgegenwirken. Das ist mehreren Politikern ein Dorn im Auge.deren Vorstösse der Zürcher Gemeinderat heute behandelt.

37 Kameras wachen über das Schulhaus Limmat, in der Schulanlage "Herzogenmühle" in Schwamendingen seien es gar 46 Stück, schreibt der "Tagesanzeiger". Installiert werden dürfen die Kameras seit 2009, als der Stadtrat ein Reglement für den Einsatz von Viedoüberwachung bei Schulgebäuden- und Anlagen erlassen habe, schreibt die Datenschutzstelle des Kantons in ihrem Tätigkeitsbericht. Inzwischen seien 600 Kameras im Einsatz, für das Jahr 2014 sei ein Ausbau von weiteren 200 Kameras geplant. Die Überwachung sei allerdings nur nachts, tagsüber am Wochenende und in den Ferien, schreibt der "Tagesanzeiger". Nach 7 Tagen werden die Aufzeichnungen gelöscht, die Aufzeichnungsgeräte stehen in einem geschlossenen Raum zu dem nur die Immobilienbewirtschaftung Zutritt habe. 18'000-78'000 Franken koste dies pro Schule, schreibt die "NZZ".

Die Ergebnisse können sich allerdings sehen lassen: Die Kameras haben eine präventive Wirkung, die Sachbeschädigung gehe deutlich zurück, sagt Marc Huber, Sprecher der Immobilienbewirtschaftung gegenüber dem "Tagesanzeiger". Den Kosten von insgesamt einer Million Franken stehen zehntausende Franken an Sachbeschädigung gegenüber, die die Vandalenakte verursachen.
Auch im Gemeinderat sei die Videoüberwachung heute ein Thema, schreibt die "NZZ". Heute werde eine Serie von Vorstössen und Anfragen zum Thema bearbeitet. Die GLP etwa sorge sich über die hohen Kosten und negative Folgen für den Persönlichkeitsschutz. (fwa)

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