Uraniastrasse-Projekt

Widerstand gegen geplante Fussgängerzone bei Bahnhofstrasse

Bahnhofstrasse in Zürich

Bahnhofstrasse in Zürich

Gegen die geplante neue Fussgängerzone bei der Zürcher Bahnhofstrasse formiert sich Widerstand. Beim städtischen Tiefbauamt gingen bis am Donnerstag insgesamt neun Einwendungen gegen das Uraniastrasse-Projekt ein.

In erster Linie kamen die Einwendungen von bürgerlicher Seite und von Gewerbetreibenden.

Wie ein Sprecher des Tiefbauamtes auf Anfrage der sda sagte, richten sich mehrere Einwände grundsätzlich gegen das Projekt. Einige würden aber auch nur kleinere Änderungen am Verkehrsfluss fordern und das Vorhaben als Ganzes begrüssen.

Mehrere Kritiker bemängeln zudem, dass den Passanten künftig zu wenig Raum gelassen werde, weshalb der geplante Veloweg abzulehnen sei. Die Stadt wird die Anliegen nun prüfen und allenfalls ins Projekt integrieren. Falls die Einwendungen nach Ansicht der Stadt nicht realisierbar sind, werden sie mit einer Begründung abgelehnt.

Weil bei diesem Projekt die Uraniastrasse betroffen ist und es sich dabei um eine Kantonsstrasse handelt, hat aber ohnehin der Regierungsrat das letzte Wort.

Wie schon beim Sechseläutenplatz, bei dem er den Spurabbau im Dezember 2012 überraschend ablehnte, muss der Regierungsrat auch bei der Uraniastrasse entscheiden, ob die Verkehrsführung verändert werden darf oder nicht. Geplant ist, auf dieser Strasse Gegenverkehr einzuführen.

Ein neuer Platz beim Rennweg

Das Projekt sieht vor, dass bei der Bahnhofstrasse ein neuer Platz geschaffen wird. Dazu sollen die Sihlstrasse und die Bahnhofstrasse beim Bally-Haus weitgehend vom Autoverkehr befreit werden. Mit der neuen Verkehrsführung würde eine durchgehende Fussgängerachse zwischen dem Paradeplatz und dem Hauptbahnhof entstehen, die nur durch die Uraniastrasse unterbrochen würde.

Fahrverbot soll es auch um das Häusergeviert geben, in dem sich der St.Annahof und das Orell-Füssli-Gebäude befinden. Zugelassen würden dort nur noch Fahrten für den Güterumschlag, Taxis, Cars und Vorfahrten für Hotellogiergäste.

Von der Neugestaltung erhofft sich die Stadt weniger Emissionen, mehr Passantinnen und Passanten, mehr Ruhe und mehr Platz für die Boulevardgastronomie. Die Gesamtkosten werden auf rund 13 Millionen Franken geschätzt. Die Bauarbeiten sollen frühestens 2016 beginnen.

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