Wetzikon
Wetzikon will belebte Strassen für alle sicherer machen

Der Kanton Zürich sucht nach neuen Möglichkeiten, wie Autofahrer, Velofahrer und Fussgänger in belebten Ortszentren sicher aneinander vorbeikommen könnten. In Oberwetzikon, an der stark befahrenen Bahnhofstrasse, wird nun ein Testbetrieb gestartet.

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Gefährliche Fussgängerstreifen können gemeldet werden (Archiv)

Gefährliche Fussgängerstreifen können gemeldet werden (Archiv)

Keystone

Bereits im Herbst 2013 führte der Kanton ein Monitoring der Verkehrsteilnehmer im Zentrum von Oberwetzikon durch. Die Fussgänger und Autofahrer wurden also gefilmt und ihr Verhalten analysiert.

Dabei zeigte sich, dass sich viele Fussgänger nicht an den Fussgängerstreifen hielten, sondern die Strasse auch an anderen Stellen überquerten. Als Reaktion darauf richtet der Kanton nun zum Test einen zweiten Fussgängerstreifen ein, rund 40 Meter entfernt.
Der Bus gibt den Takt an

Zwischen den Fussgängerstreifen gibt es zudem neu eine Haltestelle, bei denen der Bus nicht mehr in eine Bucht fährt, sondern mitten auf der Strasse anhält. Autos sollen den Bus nicht überholen. Der Bus gibt somit künftig den Takt auf der stark befahrenen Strasse an.

Die Bauarbeiten für diesen Testbetrieb werden Mitte Mai durchgeführt. Im Sommer 2015 beginnt gemäss einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion vom Dienstag dann die zweite Phase: Die Fussgängerstreifen werden entfernt.

In reduziertem Tempo sollen sich dann alle Verkehrsteilnehmer "im Miteinander üben". Die Erkenntnisse aus diesem Miteinander sollen gemäss Angaben des Kantons für die Umgestaltung von anderen belebten Ortszentren genutzt werden. Eine ähnliche "Miteinander"-Zone gibt es bereits am Bahnhofplatz von Horgen. (sda)