Jacqueline Fehr könnte die Bildungsdirektion "auf hohem fachlichen Niveau" übernehmen, sagte Markus Späth (SP, Feuerthalen) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Fehr habe sich bereits auf Bundesebene intensiv mit Bildungsfragen befasst.

Späth wünscht sich zudem, dass sich der amtierende Regierungsrat Markus Kägi bewegt und die Baudirektion zugunsten von Carmen Walker Späh (FDP) abgibt. "Er hat die Investitionen bisher nicht in den Griff bekommen." Das Hochbauamt und das Immobilienamt pflegten ein Eigenleben, kritisierte der Kantonsrat.

Auch FDP-Fraktionschef Thomas Vogel (Illnau-Effretikon) bezeichnet Walker Späh als "perfekt für die Baudirektion". Die Bildungsdirektion sähe Vogel am liebsten in Händen der Bürgerlichen. Dasselbe gelte für die Direktion der Justiz und des Innern, für die Silvia Steiner "angesichts ihres Werdegangs als Staatsanwältin geradezu prädestiniert" sei.

CVP will Staatsanwältin in der Justizdirektion

Das sieht Philipp Kutter, CVP-Fraktionschef aus Wädenswil genauso. "In der Justizdirektion könnte Silvia Steiner rasch Wirkung entfalten", ist er überzeugt. Er könnte sich Steiner jedoch auch als Bildungsdirektorin vorstellen.

"Nach zwölf Jahren SP-Bildungspolitik mit zahlreichen Reformen wäre es an der Zeit, die Bildung jemandem aus dem gemässigten bürgerlichen Lager zu überlassen und Ruhe in die Direktion zu bringen." Wenn Jacqueline Fehr Bildungsdirektorin würde, stünden wohl weitere Reformen an, vermutet Kutter.

Von den Bisherigen hat Thomas Heiniger (FDP) schon früher erklärt, dass er die Gesundheitsdirektion behalten wolle. Er führe dieses Amt weiter und werde sich mit Herzblut für die Bevölkerung einsetzen. Auch Baudirektor Markus Kägi (SVP), Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) und Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) haben bislang kein Interesse an einem Direktionswechsel gezeigt.