Der Zusammenhang zwischen Wohnungslosigkeit und psychischen Erkrankungen sei in Ausland schon in verschiedenen Studien nachgewiesen worden, schreibt das Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich in einer Medienmitteilung. Für die Schweiz haben Daten zum psychischen Gesundheitszustand von Menschen ohne eigenen Wohnraum bisher gefehlt. Deswegen haben die städtischen Gesundheitsdienste und die sozialen Einrichtungen und Betriebe der Stadt Zürich die Psychiatrisch-Psychologische Poliklinik mit einer entsprechenden Studie beauftragt.

338 Befragungen in Wohneinrichtungen für Erwachsene in der Stadt Zürich haben den Eindruck aus der Praxis bestätigt. 96 Prozent der Klienten leiden an mindestens einer psychischen Erkrankung. Dabei handle es sich nicht nur um Drogenmissbrauch: Ziehe man die Suchterkrankungen ab, seien immer noch 60 Prozent der Befragten von einer psychischen Krankheit betroffen. Diese Menschen benötigen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch ärztliche, psychiatrische, soziale und pflegerische Hilfe, schreibt das Departement. Umso wichtiger sei es, dass Sozial-, Gesundheits- und Umweltdepartement zusammenarbeiten. (fwa)