Dass man mit der Zeit eher an Abstimmungen und Wahlen teilnehme, liege daran, dass sowohl die Verbundenheit mit dem Wohnort wachse als auch die Kenntnis der lokalen Gegebenheiten zunehme, heisst es in der Mitteilung von Statistik Stadt Zürich. Allerdings zeigen sich unterschiedliche Verhalten zwischen Mann und Frau.

Frauen, die schon mehr als 15 Jahre in der Stadt Zürich wohnen, haben im Durchschnitt eine um 13 Prozentpunkte höhere Beteiligungsrate als jene, die innerhalb der letzten 12 Monate zugezogen sind. Bei den Männern beträgt der entsprechende Unterschied gar 18 Prozentpunkte.

Insgesamt lag die Beteiligung der Stadtzürcherinnen am Sonntag mit 53,6 Prozent knapp 4 Prozentpunkte unter derjenigen der Männer (57,1 Prozent). Noch grösser sind die Differenzen zwischen den Altersgruppen: Nur gut jede dritte Person der unter 25-Jährigen nahm am Urnengang teil.

Geringes Interesse bei erstmals Wahlberechtigten

Erstmals Wahlberechtigte zeigten ein geringes Interesse am Urnengang. Als erstmalig wahlberechtigt gelten eingebürgerte Ausländerinnen und Ausländer sowie volljährig gewordene und seit den Wahlen 2010 neu zugezogene Schweizerinnen und Schweizer. Bei allen Gruppen ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zur gesamten Stimmbeteiligung tiefer, wie es weiter heisst.

Die Auswertung zur Wahlbeteiligung konnte aufgrund der eingereichten Einmal-Stimmrechtsausweise durchgeführt werden und ist von der Nachzählung der Wahlzettel im Kreis 9 nicht tangiert.

Die Analyse der Wählerinnen und Wähler hat in der Stadt Zürich eine langjährige Tradition. Rückschlüsse auf einzelne Personen sind in den Auswertungen zu keinem Zeitpunkt möglich.