Stadt Zürich
Wer das Fraumünster besucht, zahlt künftig fünf Franken Eintritt

Die Besuchsregeln des Fraumünsters haben sich nach einer Testphase vereinfacht. Ab November kostet jeder Eintritt genau einen Fünfliber. Die neuen Regeln versprechen aber auch Ausnahmen, davon betroffen sind vor allem Einheimische.

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Blick auf das Fraumünster.

Blick auf das Fraumünster.

Keystone

In den Ferien gehört das Kassenhäuschen am Kirchenportal zum Standard, sowie es beispielsweise der Mailänder Dom oder die Sagrada Famillia in Barcelona schon seit Jahren vormachen - in der Schweiz ist dieses Verfahren jedoch neu.

Zukünftig soll sich dieses Bild aber ändern, denn auch das Grossmünster gedenkt nachzuziehen. Bei bis zu 2000 Besuchern pro Tag erhoffen sich die beiden Kirchen dadurch mehr Ruhe.

Im Juni dieses Jahres startete das Fraumünster eine Testphase: Während Gruppen ihren Besuch voranmelden und zwei Franken Eintritt zahlen mussten, besassen Einzelpersonen noch Freiheiten. Bei einer freiwilligen Spende erhielten sie im Gegenzug eine Infobroschüre.

Die Testphase verursachte in Folge viel Unklarheit, wie der Tagesanzeiger berichtete, daher tritt nun offiziell ab November eine neue Regelung ein: Jeder Besucher über 16 Jahre bezahlt einen Fünfliber. Davon ausgenommen sind Personen, die zum Beten kommen, Mitglieder der Kirch- und Predigtgemeinde sind oder dem Fraumünster-Verein angehören.

Bebilderte Führer und Audioguides werden zukünftig im Eintrittspreis inbegriffen sein. Martin Zolling, Präsident der Kirchenpflege, unterstützt die neue Regelung: Besucher erhalten so fundierte Informationen über die spirituelle Diemsion des Kirchenraums, sodass für Spekulationen weniger Raum bestehe.