Zürich

Wenn Kinder sich gegenseitig beschenken – «Hier sind alle gleich»

Geschenke für Benachteiligte

Geschenke für Benachteiligte

Die Caritas Schweiz organisiert dieser Jahr wieder die Geschenktauschbörse. Wer zwei Geschenke mitbringt kriegt einen Bon, um ein anderes wieder mitzunehmen.

Nicht für alle Kinder in der Schweiz ist es selbstverständlich, an Weihnachten Geschenke unter dem Baum zu finden. Die Caritas Schweiz hat deshalb vor zehn Jahren eine Geschenktauschbörse ins Leben gerufen.

Allein im Kanton Zürich leben rund 20'000 Kinder und Jugendliche mit ihren Familien in Armut. Das bedeutet auch, dass das Budget für Weihnachten eher klein gehalten wird. Hier möchte die Caritas Zürich Abhilfe leisten und organisiert seit zehn Jahren eine Geschenktauschbörse

Diese fand auch dieses Jahr in Bülach, Dübendorf, Embrach, Winterthur-Töss, Zürich-Altstetten-Albisrieden und Zürich-Leimbach-Wollishofen statt. Auf die Idee der Geschenktauschbörse kam die Caritas Zürich. Das Interesse an der Geschenktausch-Aktion steigt von Jahr zu Jahr – rund 500 Kinder machten in diesem Jahr mit. 

Das Prinzip ist simpel: Wer viele Spielzeuge zuhause hat und zwei davon zur Aktion mitbringt, kriegt einen Bon, um sich ein anderes Spielzeug auszusuchen. So entsteht ein Überschuss an Spielzeugen, die für die weniger betuchten Kinder und Jugendlichen zu haben sind. 

So können Familien mit Überschuss an Spielzeugen etwas Gutes tun und alle dürfen am Schluss ein «Gschenkli» mit nach Hause nehmen – das sogar ein paar Tage vor Weihnachten. 

«Wirklich schön»

Die Kinder, die in Bülach dabei waren, hat es gefreut. «Ich weiss nicht genau, was es kann, aber es sieht richtig cool aus», sagt ein Junge im Beitrag von Tele Züri, der sich gerade einen Spielzeugroboter geschnappt hat. Auch ein Mädchen, das mit einem Teddy in die Kamera schaut, findet: «Ich finde es cool hier.» 

Mediensprecher von Caritas Schweiz, Andras Reinhart, ist zufrieden. «An diesem Nachmittag gefällt mir, dass alle Kinder gleich sind. Egal aus welchen Verhältnissen sie kommen", sagt er. Jedes Kind habe einen Bon und dürfe für diesen ein Spielzeug mit nach Hause nehmen. 

Der Geschenktausch ist für Klein und Gross vermutlich der Inbegriff dessen, was man als die besinnliche Vorweihnachtszeit betitelt: «Es ist eine wunderbare Sache, ganz ehrlich, es ist wirklich schön", sagt ein Vater sichtlich gerührt mit seiner Tochter im Arm. 

Autorin

Michelle Panza

Michelle Panza

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