Was tun, wenn Gefahr droht? Das Sicherheitsnetz der Zürcher Schulen verläuft auf drei Ebenen: Schulleiterinnen, welche auf den Notfall vorbereitet sind, Lehrer, die ihre Schüler genau beobachten und Fachleute, die bereitstehen, falls Schulen Fragen haben. Nicht nur die Polizei, sondern auch die Schulen setzen dabei vermehrt auf moderne Technik.

Vor rund einem Jahr lancierte die kantonale Bildungsdirektion das Projekt "Notfall-App" an Zürcher Schulen. Mittlerweile nutzen rund die Hälfte der Schulen die App, welche in verschiedenen Situationen – sei es ein Unfall auf einer Schulreise bis hin zu einem Amoklauf – gebraucht werden kann.

In einer Bedrohungslage muss die betroffene Schule gemäss Bildungsdirektorin Silvia Steiner wissen, wie sie reagieren soll und an wen sie sich wenden kann. Genau diese Hilfe bietet die App: Die Grundversion enthält Check-Listen mit Handlungsanleitungen sowie direkt anwählbare Notrufnummern der Blaulichtorganisationen wie Polizei, Feuerwehr oder Sanität. 

Interne Alarmierungsmöglichkeit

Desweiteren bietet die App auch eine interne Version an, in der die Nutzung direkt auf einen selbst ausgewählten Personenkreis beschränkt werden kann. So zum Beispiel wenn eine Schule eine eigene Krisenorganisation bildet. Die Telefonnummern der Mitglieder können ergänzt werden, ausserdem bietet die App eine interne Alarmierungsmöglichkeit für den Notfall.

"Zürcher Schulen sind dank der App gut auf Notfallsituationen vorbereitet", sagt Steiner gegenüber dem "Regionaljournal Zürich Schaffhausen".

Die App verfügt auch über eine eigene Rubrik zum Thema Amok. Um diese Rubrik zu nutzen, muss sie jedoch extra heruntergeladen werden. Das führt dazu, dass Nutzer sich schon vor einem möglichen Ernstfall mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Gemäss Steiner wird so genau der Teilbereich der App genutzt werde, welcher so wichtig sei: Sich mental auf eine Gefahrensituation vorzubereiten.

"Ich hoffe, dass nie etwas passiert, denn gänzlich verhindern werden wir solche Situationen nie können. Ein Stück weit müssen wir damit leben lernen", so Steiner abschliessend.