Dargebotene Hand
Weniger Telefongespräche: Mehr Personen suchen über Online-Beratung Hilfe

Die freiwilligen Mitarbeitenden der Dargebotenen Hand im Kanton Zürich haben im vergangenen Jahr 21'501 Gespräche mit Hilfesuchenden geführt. Das waren 854 weniger als im Jahr zuvor. 1389 Personen hatten online über www.143.ch Kontakt zur Beratungsstelle, das sind 271 mehr als 2014.

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Mehr Personen suchten online Hilfe zur Beratungsstelle.

Mehr Personen suchten online Hilfe zur Beratungsstelle.

Keystone

15'883 Frauen und 5556 Männer holten sich letztes Jahr Rat über die Telefonnummer 143. Die Bewältigung des Alltags und psychisches Leiden waren die Themen, die sowohl Frauen als auch Männer am häufigsten beschäftigten. "Eine grosse Zahl unserer Anrufenden leidet an einer psychischen Beeinträchtigung", heisst es in dem am Mittwoch publizierten Jahresbericht.

Häufig ging es bei den Beratungsgesprächen am Telefon auch um das menschliche Zusammenleben. Einerseits seien es Konflikte in der Zweierbeziehung, in der Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz, schreibt die Dargebotene Hand. Andererseits seien es fehlende Beziehungen und Einsamkeit. Rund 50 Prozent der Gespräche werden denn auch in den Abend- und Nachtstunden geführt.

Auch über das Internet waren es meist Menschen mit psychischen Leiden, die Hilfe suchten. Die grössere Distanz erleichtere es den Ratsuchenden oft auch, sehr schwierige und oft auch schuld- und schambesetzte Themen über E-Mail oder Chat anzusprechen.

Für die Dargebotene Hand Zürich arbeiteten letztes Jahr 65 Frauen und 25 Männer als freiwillige Mitarbeitende. Freiwillige und Vorstandsmitglieder leisteten zusammen 16'000 Arbeitsstunden. Würde dafür ein Stundenlohn von 40 Franken eingesetzt, entspräche dies einer Lohnsumme von 640'000 Franken.

Die Kosten der Dargebotenen Hand Zürich werden zu einem grossen Teil von den Landeskirchen getragen. Unterstützt wird der gemeinnützige Verein auch von etwa 1000 Spenderinnen und Spendern, Firmen, Institutionen und Stiftungen. Die Jahresrechnung 2015 schloss bei einem Betriebsaufwand von rund 913'000 Franken mit einem Gewinn von rund 39'000 Franken.