Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan), das den Bedarf an Pflegeplätzen untersucht, ist zum Schluss gekommen, dass bis im Jahr 2035 im Kanton Zürich nur gerade 1100 zusätzliche Pflegebetten notwendig sind.

Im Vergleich zu den bereits bestehenden 18'600 Betten entspricht dies einem vergleichsweise kleinen Zusatzbedarf von 6 Prozent auf rund 20 Jahre, wie der Kanton Zürich am Donnerstag mitteilte. Und dies obwohl die Zahl der älteren Menschen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen werde.

Weniger als angenommen

Diese 1100 zusätzlichen Betten sind viel weniger als noch vor drei Jahren angenommen. Damals ging Obsan noch davon aus, dass 3000 zusätzliche Betten nötig sind. Doch die Entwicklung hin zu mehr Spitex-Pflege senkte diesen Bedarf deutlich.

Für die Gesundheitsdirektion gibt es bei der Spitex-Betreuung aber nach wie vor Luft nach oben: Es gebe noch viele Zürcherinnen und Zürcher, die in einem Alters- oder Pflegeheim leben würden, obwohl sie nur leichten Pflegebedarf hätten. Diese Personen könnten mehrheitlich auch zuhause ambulant betreut werden.