Rassismus

Weltweite Empörung über Oprah Winfreys Zürcher Shopping-Erlebnis

US-Talkmasterin Oprah Winfrey (Archiv)

US-Talkmasterin Oprah Winfrey (Archiv)

Negative Schlagzeilen für die Schweiz: Dass der dunkelhäutigen Talkmasterin Oprah Winfrey (59) in einer Zürcher Boutique verwehrt wurde, eine teure Tasche zu kaufen, sorgt weltweit für Schlagzeilen.

(Quelle: youtube.com)

Oprah Winfrey berichtet dem US-Journalist Larry King von ihren Einkaufserlebnissen in Paris und Zürich. An beiden Orten sei sie mit Rassismus konfrontiert worden.

Der Vorfall wird in den Berichten verknüpft mit dem Freibad-Verbot für Asylsuchende in Bremgarten (AG).

Von der britischen BBC bis zur somalischen Nachrichtenplattform Wararka berichten zahlreiche Zeitungen und Websites am Freitag über den Vorfall in der Zürcher Luxus-Boutique.

Die amerikanischen Milliardärin, die vor drei Wochen wegen Tina Turners Hochzeitsfest in Zürich weilte, wollte sich eine 35'000 Franken teure Handtasche anschauen - die Verkäuferin soll sich gemäss Winfreys Aussagen aber geweigert haben, ihr das Modell vorzuführen.

«Sie wollen diese Tasche nicht sehen. Die ist zu teuer. Die können Sie sich nicht leisten», zitierte Winfrey die Aussagen der Verkäuferin in der Sendung «Entertainment Tonight» auf dem amerikanischen Sender CBS.

Oprah Winfrey Skandal - Ein Missverständnis

Oprah Winfrey Skandal - Ein Missverständnis

«Ein PR-Desaster für die Schweiz»

Im «Blick» vom Freitag entschuldigt sich die Boutiquen-Besitzerin bei Winfrey. Es sei ein Missverständnis gewesen. «Bei uns gibt es keine Gesichtskontrolle.»

In den Zeitungs-Berichten wird der Vorfall als «PR-Desaster für die Schweiz» bezeichnet, da das Land wegen seines restriktiven Asylwesens ohnehin bereits unter Beobachtung stehe. Erwähnt werden dabei die Rayonverbote im aargauischen Bremgarten und die speziellen Zentren, in denen die Asylsuchenden untergebracht werden.

«Falsch verhalten»

Schweiz Tourismus versuchte, auf Twitter die Wogen zu glätten und entschuldigte sich. «Diese Verkäuferin hat sich dermassen falsch verhalten. Es tut uns leid, dass Oprah dies passiert ist», schreibt die Organisation.

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