Religion
Weitere Zürcher Kirchgemeinden fusionieren

Der Trend zur Bündelung der Kräfte der Zürcher Kirchgemeinden hält an. Die reformierte Kirchensynode hat am Dienstag grünes Licht gegeben für vier weitere Gemeindezusammenschlüsse.

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Mittlerweile haben über fünfzig reformierte Kirchgemeinden im Kanton Zürich eine Fusion vollzogen, Anfang Jahr auch die Kirchgemeinden der Stadt Zürich. (Symbolbild)

Mittlerweile haben über fünfzig reformierte Kirchgemeinden im Kanton Zürich eine Fusion vollzogen, Anfang Jahr auch die Kirchgemeinden der Stadt Zürich. (Symbolbild)

Keystone

Das Kirchenparlament besiegelte Fusionsprozesse im Thurtal, im Sihltal, im Eulachtal und im oberen Embrachertal, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Synodalen hiessen alle Zusammenschlüsse, bei lediglich ein bis zwei Gegenstimmen, klar gut.

Die Kirchgemeinden Seuzach, Rickenbach, Dinhard und Altikon-Thalheim-Ellikon vereinigen sich zur Kirchgemeinde Seuzach-Thurtal, die neu insgesamt rund 6700 Mitglieder zählt. Beim Zusammenschluss der Kirchgemeinden Adliswil und Langnau am Albis zur Kirchgemeinde Sihltal gestalten über 6300 Mitglieder ihr Gemeindeleben neu gemeinsam.

Mit der Vereinigung der Kirchgemeinden Embrach-Oberembrach und Lufingen wird auch im Bezirk Bülach eine Fusion Tatsache. Die vereinigte Kirchgemeinde zählt künftig rund 4200 Mitglieder. Eine ähnliche Grösse erreicht mit rund 4600 Mitgliedern auch die neue Kirchgemeinde Eulachtal. Sie vereinigt die Kirchgemeinden Elgg, Elsau und Schlatt im Bezirk Winterthur.

In seinen Anträgen begrüsste der Kirchenrat alle Vereinigungsprozesse: Sie ermöglichen seiner Ansicht nach eine Regionalisierung des kirchlichen Lebens und liegen auf der Linie, wie sie die Landeskirche im Prozess KirchGemeindePlus seit 2012 verfolgt.

Bereits über 50 Fusionen vollzogen

Mittlerweile haben über fünfzig reformierte Kirchgemeinden im Kanton Zürich eine Fusion vollzogen, Anfang Jahr auch die Kirchgemeinden der Stadt Zürich.

Kirchenrat Daniel Reuter zeigte sich erfreut, betonte aber, der Erfolg von KirchGemeindePlus messe sich nicht an der Anzahl vereinigter Kirchgemeinden: "Er misst sich daran, dass unsere Kirchgemeinden nahe bei den Menschen bleiben, mit profilierten kirchlichen Orten und vielfältigen Formen des Gemeindelebens", wird Reuter in der Mitteilung zitiert.

Alle vier Vereinigungen seien aus dieser Perspektive entwickelt worden, nicht aus Not oder aufgrund von Druck von oben, sondern mit der Absicht, die Zukunft an die Hand zu nehmen.