Coronavirus
Weil Bund möglicherweise Massnahmen verlängert: KMU- und Gewerbeverband fordert mehr Hilfe vom Kanton

Für viele KMU spitzt sich die Lage zu. Nachdem der Bundesrat am Mittwoch eine Verlängerung der Corona-Massnahmen in Aussicht gestellt hat, fordert der KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV), dass der Kanton die Hürden für die Auszahlung von Härtefallgelder senkt.

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Der KMU- und Gewerbeverband findet es bedenklich, dass der Bundesrat den betroffenen Branchen in der Krise keine Perspektiven für die Wiedereröffnung und zu finanzieller Soforthilfe aufzeigt. (Symbolbild)

Der KMU- und Gewerbeverband findet es bedenklich, dass der Bundesrat den betroffenen Branchen in der Krise keine Perspektiven für die Wiedereröffnung und zu finanzieller Soforthilfe aufzeigt. (Symbolbild)

Keystone/Urs Flüeler

Eine Verlängerung der Schliessung von Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitanlagen um fünf Wochen lehnt der KGV entschieden ab, wie er in einer Mitteilung schreibt. Die Massnahmen stünden in keinem Verhältnis zur Wirkung. Die Corona-Krise werde weiterhin einseitig auf dem Buckel der KMU-Wirtschaft ausgetragen.

Besorgniserregend findet es der Verband, dass der Bundesrat den betroffenen Branchen keine Perspektiven für die Wiedereröffnung und zu finanzieller Soforthilfe aufzeigt. Hier sei auch der Kanton in der Pflicht.

Völlig unverständlich sei, dass die Hürden für Härtefallgelder im Kanton Zürich mit 50 Prozent Umsatzeinbussen höher gelegt worden seien, als vom Bund vorgegeben. Der Kanton Aargau habe diese Hürden auf 25 Prozent gesetzt und zudem ein vereinfachtes Antrags- und Bewilligungsverfahren beschlossen für Unternehmen mit einem Umsatz bis 200'000 Franken, schreibt der KGV.

Schon Mitte Dezember sahen sich mehr als 6% der KMU im Kanton mit einer Gefährdung ihrer Existenz bedroht. Weil der Bund derart lange mit Hilfe zögerte, beschloss die ZKB sich kurzerhand ab letztem Montag Überbrückungskredite bereitzustellen.